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Sprachen und Kulturen in Inter(Aktion)

Teil 2 – Linguistik, Didaktik, Translationswissenschaft

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Edited By Nikolaos Katsaounis and Renate Sidiropoulou

Transdisziplinäre Sichtweisen werfen interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen auf und eröffnen neue Forschungswege. Diesem Anspruch will der vorliegende Sammelband gerecht werden. Durch die Überschneidung der Disziplinen lassen sich Problembereiche der «Sprachen und Kulturen und ihre Interaktion» darstellen, welche die Komplexität der modernen Gesellschaften reflektieren und zu höheren Abstraktionsebenen führen. Die Beiträge beschäftigen sich mit linguistischen Themenbereichen im deutsch-griechischen und anderen Kontexten, Pragmalinguistik, fremdsprachlicher und Multiliteralitätsdidaktik, translatorischen Fragen sowie mit Interkulturalität und Spannungsfeldern v.a. deutsch-griechischer Divergenzen aufgrund der aktuellen politischen Lage.
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Deutsch-griechische lexikographische Tradition und Praxis. Eine kritische Untersuchung aus linguistischer Sicht

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Christina Katsikadeli, Ioannis Fykias1

Ausgehend von einer Würdigung der Bedeutung der deutschen Lexikographie zu allen Epochen der griechischen Sprache wird eine Untersuchung der Konzepte der zeitgenössischen Lexikographie und Linguistik und deren Umsetzung bei deutsch-neugriechischen Wörterbüchern vorgenommen. Neben dem Lemma und seiner „Kernbedeutung“ sollte der jeweilige Eintrag des zweisprachigen Wörterbuchs adäquaten Aufschluss über Semantik (insbesondere Probleme der „direkten“ Übersetzung und der Polysemie), Flexionsmorphologie, Wortbildung und Syntax bieten. Unter diesem Gesichtspunkt erfolgt die Besprechung von zwei wichtigen Werken (Jannaris 1883 und PONS), welche die lexikographische Praxis innerhalb von zwei Jahrhunderten hinsichtlich ihrer Makro- und Mikrostruktur exemplarisch beleuchten soll.

Zu allen Zeitstufen der griechischen Sprache (Alt-, Koine-, Mittel- und Neugriechisch) hat die deutsche Lexikographie eine große Anzahl von Werken vorzuweisen, die die Rezeption der griechischen Sprache und Kultur maßgeblich beeinflussten. Aus forschungsgeschichtlicher Sicht ist anzumerken, dass der Wörterbuchtyp, der sich auf eine Groß- oder Kleincorpus-Sprache bzw. auf einen spezifischen Text bezieht und über den Typus des „einfachen“ Glossars hinausgeht, auf die deutsche philologische Tradition des 19. Jh. zurückzuführen ist; diese Tradition hat wiederum Gelehrte mit einem anderen philologischen Hin ← 31 | 32 → tergrund beeinflusst (vgl. Cowie, 88).2 Diesem Gelehrtenparadigma entstammen monumentale Wörterbücher, die bis heute für das Studium des Griechischen als unentbehrlich gelten, nämlich Crusius, Capelle; Cunliffe, Powell, LfgE (zum Altgriechischen), Bauer (zur neutestamentlichen Koine), Trapp (zum byzantinischen Griechisch). In den folgenden Absätzen wird eine überblicksartige Darstellung vorgestellt, die exemplarisch die neugriechische...

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