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Sprachen und Kulturen in Inter(Aktion)

Teil 2 – Linguistik, Didaktik, Translationswissenschaft

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Edited By Nikolaos Katsaounis and Renate Sidiropoulou

Transdisziplinäre Sichtweisen werfen interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen auf und eröffnen neue Forschungswege. Diesem Anspruch will der vorliegende Sammelband gerecht werden. Durch die Überschneidung der Disziplinen lassen sich Problembereiche der «Sprachen und Kulturen und ihre Interaktion» darstellen, welche die Komplexität der modernen Gesellschaften reflektieren und zu höheren Abstraktionsebenen führen. Die Beiträge beschäftigen sich mit linguistischen Themenbereichen im deutsch-griechischen und anderen Kontexten, Pragmalinguistik, fremdsprachlicher und Multiliteralitätsdidaktik, translatorischen Fragen sowie mit Interkulturalität und Spannungsfeldern v.a. deutsch-griechischer Divergenzen aufgrund der aktuellen politischen Lage.
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„Die Welt zu Gast bei Freunden“ und das D-Bild im Wandel

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Chrysoula Katzouraki1

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel bietet die Fußball-Weltmeisterschaft (WM) 2006 dem Gastgeberland Deutschland „eine einmalige Chance […], sich der Welt als gastfreundliches, fröhliches und modernes Land der Ideen [zu] präsentieren“2 (Fußballbegeisterung 2006). Mit anderen Worten erhoffte sich Deutschland 2006, dass sein seit der Zeit des Faschismus beflecktes Nationalbild durch ein positives der Gegenwart substituiert würde. In diesem Zusammenhang setzt sich mein Beitrag mit zwei Fragen auseinander: ob sich das Deutschlandbild durch die WM 2006 zum Positiven gewandelt hat bzw. ob sich das Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ bestätigt hat und falls ja, welche Nachhaltigkeit dieser Wandel im Rahmen der aktuellen Europakrise aufweisen kann.

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die WM (Fußball-Weltmeisterschaft) 2006 als „eine einmalige Chance für Deutschland, sich der Welt als gastfreundliches, fröhliches und modernes Land der Ideen [zu] präsentieren“ (Fußballbegeisterung 2006) und hob mit ihrer Aussage die Bedeutung der WM für die positive Außendarstellung Deutschlands hervor. Die Bundesregierung sowie das Organisationskomitee (OK) unter der Leitung von Franz Beckenbauer wollten Deutschland als weltoffenen Gastgeber präsentieren und motivierten daher die Landesbewohner, sich als freundliche Gastgeber zu zeigen und ihre Gäste willkommen zu heißen. Der WM wurde im Rahmen dieses Gastgeberkonzeptes zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein Motto verliehen. Es lautete: „Die Welt zu Gast bei Freunden“ und signalisierte die Hoffnung Deutschlands, sein immer noch vom Faschismus beflecktes Nationalbild zu entlasten.

Die oben genannten Erwartungen...

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