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Identität und Alterität

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Joanna Flinik and Barbara Widawska

Der Leitgedanke dieser Publikation ist die komplexe Frage nach der nationalen, kulturellen und persönlichen Identität. Welche Identitätsmodelle werden angeboten? Wie bildet sich die Identität im Spannungsfeld des Anderen und inwiefern ist das Andere bei der Herauskristallisierung der Identität notwendig? Bei einzelnen Fragestellungen zu Identität und Alterität geht es um eine Erforschung der Wechselbeziehung, die sich sowohl bei der Wahrnehmung von Fremdheit bzw. Anderssein manifestiert, als auch von Strategien der individuellen und kollektiven Selbstbestimmung beeinflusst wird. Die Studie diskutiert Identität und Alterität aus literatur- und kulturgeschichtlicher Sicht anhand von Künstlerbiographien, nationalen und kulturellen Symbolen, der Erfahrung von Heimat und Migration, der Wahrnehmung deutsch-polnischer Grenzregionen bis hin zu Sciencefiction-Inszenierungen und zeigt, dass Identität als Begriff sowohl für literatur- und kulturwissenschaftliche als auch für historische Analysen vonnöten ist.
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Gorki 1968 – Literarhistorische Rekonstruktion eines Schriftstellertreffens im Zeichen des Kalten Krieges

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Das Jahr 1968 gehört in der europäischen Geschichte und Literatur zu den Daten, die durch ihre historische Bedeutung aus der allgemeinen Chronologie der Zeit herausfallen und als Schnittpunkte, Brückenereignisse in die Historie eingegangen sind: politisch brisant, soziologisch interessant, literarisch fruchtbar. Sowohl auf der politischen als auch auf der literarischen Ebene scheint mittlerweile Vieles gesagt zu sein. Eine der wenigen Ausnahmen bietet noch die DDR-Literatur. In der neuesten Ausgabe der Literaturgeschichte der DDR von 2009 konstatiert der Autor, Wolfgang Emmerich:

Wie stark der Prager Frühling und seine militärische Niederschlagung Ende August 1968 die DDR und vor allem ihre damals junge Generation verändert haben, ist noch wenig aufgeklärt. Ins Auge fallen zunächst die veröffentlichten Treuebekenntnisse allzu vieler renommierter Schriftsteller und Künstler (wie immer eingeschränkt und differenziert, z.B. bei C. Wolf) und die Aussagen einiger weniger Autoren wie Franz Fühmann und der Jüngeren Thomas Brasch oder Jürgen Fuchs, die durch Prag ihr politisches ‚Damaskus‘ erlebten.1

In den letzten zehn Jahren erschienen regelmäßig Konferenzbände, Aufsätze und Arbeiten, die das Thema 1968 und die DDR mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten und neue Erkenntnisse zu diesem Kapitel der deutschen Literatur und Geschichte ermöglichten.

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