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Kinder- und Jugendliteratur der Romania

Impulse für ein neues romanistisches Forschungsfeld

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Ludger Scherer and Roland Ißler

Die Kinder- und Jugendliteratur der romanischen Länder ist, obwohl seit langem international erfolgreich, in der deutschsprachigen Romanistik bislang noch nicht als systematisches Forschungsfeld etabliert. Dieser Band, der auf eine Sektion des Romanistentags 2013 zurückgeht, gibt nun Impulse für eine romanistische Kinder- und Jugendliteraturforschung. 20 Beiträge behandeln exemplarisch französische und frankophone, italienische, spanische und lateinamerikanische (auch brasilianische) Werke. Die hier angesprochenen fundamentalen literarhistorischen und theoretischen Fragestellungen der Kinder- und Jugendliteraturforschung sind zudem interdisziplinär für praxisnahe universitäre und schulische Bildung und Lehre relevant.
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Ludger Scherer / Roland IBler Einleitung: Impulse fur eine romanistische Kinder- und Jugend-literaturforschung

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In der deutschsprachigen Romanistik ist die Kinder- und Jugendliteratur noch nicht als systematisches Forschungsfeld etabliert, dabei stammen doch mit Pinocchio, Petit Prince und Petit Nicolas, Mafalda, Astérix und Pimpa, um nur einige Beispiele zu nennen, zahlreiche zu internationalen Kinderbuchklassikern avancierte Werke aus den romanischen Literaturen. Unter den Autorinnen und Autoren, die im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur publizieren, finden sich zudem zahlreiche bekannte Namen wie Italo Calvino, Umberto Eco, Susanna Tamaro und Niccolò Ammaniti aus Italien, Alexandre Dumas, Jules Verne, Michel Tournier und Jean-Marie Gustave Le Clézio aus Frankreich, Juan Ramón Jiménez, Federico García Lorca, Ana María Matute und Carmen Martín Gaite aus Spanien, die hier stellvertretend für eine Vielzahl weiterer stehen. Diese hatten ebenfalls bei erwachsenen Lesern Erfolg, teilweise mit denselben Werken, teilweise mit zielgruppenspezifischen. Im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur sind nämlich zunehmend Phänomene von Crosswriting und Crossreading zu konstatieren, womit verschiedene Formen der Vermischung des Jugendbuchbereichs und der Erwachsenenlektüre bezeichnet werden. Diese Problematik der Grenzziehung gehört zu den fundamentalen Fragen, die in der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Kinder- und Jugendliteraturforschung diskutiert werden. Eine derartige Forschung findet sich in Deutschland jedoch fast ausschließlich im Bereich der Germanistik, Anglistik und Komparatistik, nicht aber in der Romanistik. Im romanischen Ausland ist dagegen seit längerer Zeit eine intensive wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Forschungsfeld auszumachen, das doch zudem in besonderer Weise die Chance bietet, den Herausforderungen der jüngsten europäischen Studienreformen zu begegnen und...

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