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Kinder- und Jugendliteratur der Romania

Impulse für ein neues romanistisches Forschungsfeld

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Ludger Scherer and Roland Ißler

Die Kinder- und Jugendliteratur der romanischen Länder ist, obwohl seit langem international erfolgreich, in der deutschsprachigen Romanistik bislang noch nicht als systematisches Forschungsfeld etabliert. Dieser Band, der auf eine Sektion des Romanistentags 2013 zurückgeht, gibt nun Impulse für eine romanistische Kinder- und Jugendliteraturforschung. 20 Beiträge behandeln exemplarisch französische und frankophone, italienische, spanische und lateinamerikanische (auch brasilianische) Werke. Die hier angesprochenen fundamentalen literarhistorischen und theoretischen Fragestellungen der Kinder- und Jugendliteraturforschung sind zudem interdisziplinär für praxisnahe universitäre und schulische Bildung und Lehre relevant.
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Joachim Schultz Kinderliteratur und Avantgarde Im Spannungsfeld von Diktatur und Musik: Maestro! von Xavier-Laurent Petit

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„Wenn man nicht schon als Kind ein Dichter war, später erlernt man es nicht mehr“,1 schrieb Peter Altenberg. Sätze dieser Art (oft auch in der Umkehrung: Man müsse erst wieder Kind werden, um Dichter / Künstler zu sein) findet man immer wieder in der europäischen Kulturgeschichte seit der Romantik. Der französische Dichter Saint-Pol-Roux schrieb in seinem Essay Gauguin et ses apôtres: „Animalisant son intelligence, de jour en jour il s’enfantinise afin de remonter aux mamelles du monde par ses maoris aux pieds enracinés dans une terre vierge, aux bras tendus vers les fruits de la brise.“2 Im Kontakt mit den ‚Wilden‘ wird Gauguin zum Tier und dadurch zum Kind – auf jungfräulicher Erde, also fernab von der Zivilisation – und kann nun seine besten Bilder malen. Damit sind wir schon mitten im Thema meines Beitrags, denn Saint-Pol-Roux kann zur Avantgarde gezählt werden, zumindest war er ein von den Surrealisten gefeierter Vorläufer. Mit diesem Thema beschäftige ich mich schon seit gut fünfundzwanzig Jahren. Im Folgenden geht es zum einen um die Frage, welche Bedeutung der Kindheit von einigen Autoren beigemessen wird. Zum anderen geht es darum, wie Werke dieser Autoren in der heutigen Kinder- und Jugendliteratur (KJL) präsent sind.

Blaise Cendrars’ Afrika-Begeisterung und seine daraus resultierenden Werke werden immer wieder diskutiert. Beim Tanzkongress in Düsseldorf (2013) präsentierte der kongolesische Choreograf Faustin Linyekula seine Arbeit „La Création du monde 1923 – 2012“. Mit der...

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