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Sprache und Literatur als Bildungskomponenten

Diskurs, Historie und Empirie

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Ina Karg and Ksenia Kuzminykh

Der kommunikative und publikumswirksame Erfolg großer internationaler Vergleichsstudien zur Bildung hat dazu geführt, dass zunehmend Bildungsdebatten weltweit darauf Bezug nehmen. Hiermit befasst sich die Publikation. Sie versteht Bildung als Kulturmuster und arbeitet mit einem diskurstheoretischen Ansatz. Dadurch gelingt es, die Voraussetzungen, aber auch die Widersprüche im Gegenstandsfeld aufzuspüren und zu beschreiben. Die Arbeit geht der Bedeutung von Sprache und Literatur nach, die in Vergangenheit und Gegenwart in Bildungsaussagen eine vorrangige, aber in verschiedenen Ländern gerade nicht dieselbe Bedeutung haben, und entwirft Alternativen zu vermeintlich selbstverständlichen, bislang angebotenen Programmen und Aufgaben.
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Kapitel III England – Deutungsmuster und Bildungsdebatten

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Im Folgenden wird zwischen ‚England‘ und ‚UK‘ unterschieden. Es ist jeweils die entsprechende gesellschaftliche, verwaltungsmäßige und politische Einheit gemeint.

Die aktuelle Diskussion um Bildung und dabei insbesondere um literacy ist im UK dem Leitgedanken verpflichtet, der sich weltweit offenbart. Auch hier prägt der Bezug zu den internationalen Vergleichsstudien zur Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme die Art und Weise, wie die Diskussion geführt wird. Sie spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab, die mittlerweile durch die technische Entwicklung der Kommunikations- und Informationssysteme auch zugänglich sind, und es besteht dieselbe Aufregung, die auch die Diskussion in anderen Ländern prägt, die mit ihrer Platzierung einen Schock erlebt haben. Die Akteure sind Wissenschaftler, (Bildungs-)Politiker, Repräsentanten der Medien, Vertreter bestimmter Einrichtungen, die sich insbesondere der literacy education annehmen und schließlich die Öffentlichkeit, wenn sie sich in Kommentierungen und Stellungnahmen zu Aussagen anderer an der Debatte beteiligt. Dabei sind zwei Richtungen erkennbar: Zum einen erfolgt eine internationale Anbindung, wie sie auch aus anderen Ländern bekannt ist; zum anderen wird sie mit Bezug auf die nationale Bildungsgeschichte und die interne literacy -Debatte geführt, die – anders als beispielsweise in Deutschland – spätestens seit den 1980er-Jahren des 20. Jahrhunderts zu (politisch motivierten) Umbrüchen geführt hat.

Was erfährt man?

Die Eingabe „PISA-Results in UK“ bei google am 22.10.2013, Beginn 11.05 Uhr, spielt ungefähr 80.000.000 Ergebnisse in 0,38 Sekunden zurück. Betrachtet man die ersten 20 Resultate und sortiert solche Links...

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