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Scherzkommunikation unter Jugendlichen

Lästern, Frotzeln und Blödeln in gemischtgeschlechtlichen Kleingruppen

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Diana Walther

Der Fokus der Jugendsprachforschung liegt auf dem Gesprächsverhalten in weiblichen und männlichen Peergruppen, Analysen gemischter Gruppen erfolgten bisher nicht. Diese Studie schließt diese Forschungslücke und untersucht die Sprachhandlungsmuster Lästern, Frotzeln und Blödeln in gemischtgeschlechtlichen jugendlichen Kleingruppen zweier Altersklassen (12–15 Jahre, 16–19 Jahre). Wie werden Läster-, Frotzel- und Blödelaktivitäten in getrennt- und gemischtgeschlechtlichen Situationen sprachlich ausgestaltet? Welche Funktionen nehmen sie ein? Auf Grundlage des empirischen Materials werden gendertypische Merkmale des Lästerns, Frotzelns und Blödelns sowie verschiedene Konzepte zur Versprachlichung des Doing Gender unter Jugendlichen herausgearbeitet und diskutiert.
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I. Theoretische und methodische Vorbetrachtungen

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I. Theoretische und methodische Vorbetrachtungen

Das Ziel der nachfolgenden Kapitel liegt darin, die wesentlichen theoretischen und methodischen Grundlagen für die vorliegende Studie aufzuzeigen, bevor später in Kap. II die empirischen Analysen folgen. Kap. 1.1 soll hierbei als außerlinguistischer Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Forschungsgebiet Jugendsprache dienen, indem wesentliche soziologische und psychologische Themen behandelt werden, die Jugendliche im Alter von ca. 12 bis 19 Jahren betreffen. Darauf aufbauend wird die Thematik Jugendsprache in Kap. 1.2 weiter theoretisch fundiert, indem die Grundlagen für die Theoriebildung der Studie gelegt werden. Dort soll zunächst ein kurzer histrischer Abriss zur Jugendsprachforschung gezeigt werden, danach werden verschiedene ältere und aktuelle Modelle zur Jugendsprache vorgestellt, daran schließt sich ein kurzer Überblick über typisch jugendsprachliche Merkmale und Funktionen an. Nachdem die erste Forschungsrichtung, mit der sich die vorliegende Arbeit beschäftigt, eingeführt wurde, soll darauf aufbauend in Kap. 1.3 Scherzkommunikation als zweite Forschungdisziplin vorgestellt werden. Hier erfolgt zunächst eine kurze Definition des Begriffes, danach werden die drei Phänomene ausführlicher behandelt, die im vorliegenden gemischtgeschlechtlichen Gesprächsmaterial zwischen den Adoleszenten der zwei Untersuchungsgruppen am auffälligsten waren – Lästern, Frotzeln und Blödeln. Anschließend wird in Kap. 1.4 die dritte Forschungsrichtung präsentiert, der sich die Studie verhaftet sieht – die Theorie des Doing Gender. Es sollen hierbei zunächst die theoretischen Grundlagen bzw. Ausgangspunkt und Entwicklung der Theorie dargestellt werden, anschließend wird die Theorie ausführlich definiert. In Kap. 1.5 werden die...

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