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«Content and Language Integrated Learning» (CLIL) im Musikunterricht

Eine Studie zu CLIL-Musikmodulen

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Charlott Falkenhagen

Vor dem Hintergrund der bisher eher geringen Beachtung des Unterrichtsfachs Musik für ein integriertes Sachfach- und Fremdsprachenlernen ( Content & Language Integrated Learning) untersucht diese Arbeit das besondere Potenzial von Musik als CLIL-Modulpartner. Gerade aufgrund der fachspezifischen Arbeitsweisen in Form von rezeptiv-/produktiv-handelnder Auseinandersetzung mit Musik und einer dadurch erhöhten Emotionalität sowie Involviertheit der Lernenden ergeben sich vielfältige positive Begegnungen mit der Fremdsprache als Arbeitssprache. Neben einer ausführlichen Diskussion des Forschungsstands zu CLIL-Musik stehen auf der Basis einer unterrichtspraktischen Studie Aussagen zu motivationalen, fachlich-inhaltlichen, fremdsprachlichen sowie interkulturellen Aspekten im Fokus. Diese werden im Hinblick auf die Lehr- und Lernpraxis von CLIL-Musikmodulen diskutiert und interpretiert.
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5.2.3 Zusammenfassung der schriftlichen Lehrkraftbefragung nach dem CLIL-Musikmodul

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Lernzuwachs:

Der Lernzuwachs wird von allen Interviewteilnehmern klar im Bereich des Wissenszuwachses in Musik (Jazzspezifik) und den dazugehörigen englischen Musikfachbegriffen gesehen. Fachvokabular wurde geschult und die einzelnen Stile, vor allem Blues, Swing, New Orleans und Bebop mit ihren Merkmalen werden als „nachhaltig gelernt“ genannt (Int.Nr.5/Z.189,192,195). Aussagen wie „[..] Stile, ich glaub die merk’ ich mir relativ gut, weil es mich auch ein bisschen interessiert. Und, ähm, vom Sprachlichen her, denke ich die ganzen Vokabeln, oder so. Die fliegen meistens eigentlich nicht raus.“ (Int.Nr.5/Z.177–179) unterstreichen das. Begründet wird diese Auswahl mit dem eigenen Musizieren beim Blues (Intz.Nr.5/Z.191) und mit der seltsamen Hörerfahrung beim Bebop (Int.Nr.5/Z.192,193). Sprachlich werden die Fachbegriffe als Lernzuwachs genannt, auch für Einstudierungsanweisungen oder Instrumente etc. Generell erscheinen ← 312 | 313 → die Interviewteilnehmer doch etwas bequem, auch nach Aufforderung durch den Interviewleiter, genauer ins Detail zu gehen und beschränken sich auf Pauschalaussagen wie: „Man hat schon was gelernt.“ (Int.Nr.5/Z208) oder „[…] da wird schon irgendwas hängenbleiben.“ (Int.Nr.5/Z.201). Die Ergebnisse für diesen Teil des Interviews bleiben sehr mager. Weitere oder genauere Aussagen konnten, aufgrund von sich verstärkender Unruhe und Albernheit bei den Interviewten aber auch nicht mehr angeregt werden.

Interkulturelle Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand:

Die Anregung, sich durch die englische Sprache mit dem Lerngegenstand Jazz auseinanderzusetzen und sich über die Sprache auch damit zu identifizieren, wird von den Interviewteilnehmern als gelungen bezeichnet (Int.Nr.5/Z.218,224,229). Sie beschreiben diesen Umstand mit den Worten: „[Ja] und ich,...

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