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Hochqualifizierte externe Mitarbeiter als Wissensquelle

Ein Bezugsrahmen zur Nutzung des Wissens externer Mitarbeiter in dynamischen Umfeldern

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Ulrike Bonss

Zunehmend dynamische Wettbewerbsumfelder stellen hohe Flexibilitätsanforderungen an Unternehmen. Viele Unternehmen setzen deshalb verstärkt hochqualifizierte externe Mitarbeiter ein. Dadurch können sie flexibel auf benötigtes Wissen zugreifen. Bislang wurden jedoch kaum Überlegungen dazu angestellt, wie diese Wissensquelle als Bestandteil einer Gesamtstrategie zur Bewältigung dynamischer Umfelder genutzt werden kann. Außerdem wurde der Umgang mit möglichen Risiken vernachlässigt. Die Autorin knüpft mit ihrer Arbeit an diese Defizite an und entwickelt einen Bezugsrahmen, der Strategien der Nutzung des Wissens externer Mitarbeiter aufzeigt und Ansatzpunkte zum Umgang mit Risiken bietet. Aus einer operativen Perspektive wird zudem die Integration des externen Wissens in Unternehmen diskutiert.
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(Reilly 2001, S. 53), durch externe Mitarbeiter gedeckt werden. Neben dieser sogenannten numerischen Flexibilität (Atkinson 1984, S. 28) werden externe Mitarbeiter in den vergangenen Jahren auch zunehmend genutzt, um flexiblen Zugang zu benötigtem Wissen zu bekommen (Barley und Kunda 2006b, S. 40). Oft handelt es sich dabei um Wissen, das intern im Unternehmen nicht vorhanden oder nicht verfügbar ist. Dadurch können neue Aufgaben deutlich schneller bewältigt werden, als es möglich wäre, wenn erst interne Kapazitäten aufgebaut werden müssten (Kaiser und Ringlstetter 2002, S. 8). Externe Mitarbeiter sind zudem aus weiteren Gründen eine wertvolle Wissensquelle für Unternehmen. Externe Mitarbeiter haben beispielsweise durch Einsätze bei wechselnden Auftraggebern meist gute Kenntnisse über die Best Practices der jeweiligen Branche (Kalleberg 2000, S. 355). Zudem verfügen sie häufig über besonders hochwertiges und aktuelles Wissen, da ihre Skill-Profile kontinuierlich über den Markt bewertet werden und veraltete Profile im Zeitablauf aufgrund fehlender Nachfrage verschwinden (Nesheim 2003, S. 531; Matusik und Hill 1998, S. 686). Besonders aktuelles Wissen steht manchmal nur über externe Mitarbeiter zur Verfügung, da nicht immer entsprechend qualifizierte Fachkräfte verfügbar sind, die Interesse an einer Festanstellung haben (Barley und Kunda 2006b, S. 42). Gerade in wissensintensiven, innovativen Branchen gewinnt der Einsatz externer Mitarbeiter als Wissensquelle daher immer mehr an Bedeutung.

Im Folgenden werden mehrere Forschungsdefizite aufgezeigt und darauf aufbauend die Ziele der Arbeit abgeleitet.

Bislang hat die Nutzung des Wissens hochqualifizierter externer Mitarbeiter in...

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