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Hochqualifizierte externe Mitarbeiter als Wissensquelle

Ein Bezugsrahmen zur Nutzung des Wissens externer Mitarbeiter in dynamischen Umfeldern

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Ulrike Bonss

Zunehmend dynamische Wettbewerbsumfelder stellen hohe Flexibilitätsanforderungen an Unternehmen. Viele Unternehmen setzen deshalb verstärkt hochqualifizierte externe Mitarbeiter ein. Dadurch können sie flexibel auf benötigtes Wissen zugreifen. Bislang wurden jedoch kaum Überlegungen dazu angestellt, wie diese Wissensquelle als Bestandteil einer Gesamtstrategie zur Bewältigung dynamischer Umfelder genutzt werden kann. Außerdem wurde der Umgang mit möglichen Risiken vernachlässigt. Die Autorin knüpft mit ihrer Arbeit an diese Defizite an und entwickelt einen Bezugsrahmen, der Strategien der Nutzung des Wissens externer Mitarbeiter aufzeigt und Ansatzpunkte zum Umgang mit Risiken bietet. Aus einer operativen Perspektive wird zudem die Integration des externen Wissens in Unternehmen diskutiert.
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Teil I: Externe Mitarbeiter – eine wertvolle Wissensquelle für Unternehmen

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In den vergangenen Jahren haben Unternehmen zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um ihre Flexibilität zu steigern und in zunehmend dynamischeren Umfeldern schnell (re-)agieren zu können. Der Einsatz externer Mitarbeiter ist eine dieser Maßnahmen. Durch den Einsatz externer Mitarbeiter entstehen flexible Personalstrukturen, die es ermöglichen den Personalbestand kurzfristig an die Nachfrageschwankungen anzupassen (Atkinson 1984, S. 28). Neben diesen kapazitätsorientierten Flexibilitätszielen wird zudem der Zugriff auf externes Wissen immer wichtiger. Durch das externe Wissen können Unternehmen auch neuartige Aufgaben schnell bewältigen (Kaiser und Ringlstetter 2002, S. 8). In der Praxis werden deshalb externe Mitarbeiter zunehmend als Wissensquelle genutzt (Barley und Kunda 2006b, S. 40). Wie bereits in der Einführung dargestellt wurde, finden externe Mitarbeiter jedoch in der Forschung, die sich mit der Nutzung von externem Wissen beschäftigt, bislang kaum Beachtung. Der erste Teil der Arbeit knüpft an dieses Defizit an. Ziel des ersten Teils ist es, das Phänomen hochqualifizierte externe Mitarbeiter näher zu beleuchten und herauszuarbeiten, wie externe Mitarbeiter in der Praxis als Wissensquelle genutzt werden. Außerdem soll diskutiert werden, welche Chancen und Risiken mit dem Einsatz externer Spezialisten verbunden sein können.

Dazu wird im Folgenden zunächst aus einer individuellen Perspektive herausgearbeitet, wie sich die Arbeits- und Lebenssituation externer Mitarbeiter mit der Zunahme hochqualifizierter externer Mitarbeiter verändert hat. Die gestiegene Nachfrage nach hochwertigen externen Kompetenzen spiegelt sich zudem in einer Verschiebung in den Gründen für den Einsatz externer Mitarbeiter in Unternehmen...

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