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Kurze Texte und Intertextualität

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 26.9. bis 27.9.2013 in Vaasa

Series:

Mariann Skog-Södersved, Ewald Reuter and Christian Rink

Wann ist ein Text ein kurzer Text? In welchen Bereichen ist es relevant, zwischen kurzen Texten und Kurztexten zu unterscheiden? Welche Verweise bestehen zwischen kürzeren Texten und ihren längeren Bezugstexten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes, und zwar aus sprach-, literatur- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Texttheoretische und texttypologische Aspekte werden an Beispielen multimodaler Alltagstexte wie Werbetexten oder Horoskopen, aber auch an literarischen Texten wie dem hermetischen Gedicht und seiner Übersetzung erörtert.
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Der Klappentext linguistischer Publikationen

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The article presents a study on blurbs displayed by the publisher on the back book cover. The research is based on the analysis of a corpus of 105 texts from German publications (such as study books for students, monographs and edited volumes) in different subfields of linguistics. The goal is to determine situational and linguistic characteristics of the genre and thus to show how these blurbs fulfilled their promotional function.

1. Einleitung

Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist eine Textsorte, für die die Merkmale Kürze und Intertextualität konstitutiv sind: der Klappentext. Kürze ist ein Merkmal, das in zweierlei Hinsicht als relativ anzusehen ist. Einerseits resultiert die Einstufung eines Klappentextes als kurz immer aus einem Vergleich mit anderen Texten: Ein Klappentext weist z. B. einen deutlich geringeren Umfang auf als der Text, den er repräsentiert; in der Regel ist der Klappentext auch kürzer als andere Texte, die den Primärtext zum Gegenstand haben, z. B. eine Rezension. Andererseits ist der Umfang der Texte, die als Repräsentanten der Textsorte gelten, äußerst variabel: Es gibt kurze, weniger kurze und noch kürzere Klappentexte. Die Konstitutivität des Merkmals Intertextualität erklärt sich dadurch, dass die Textsorte Klappentext den sog. „abgeleiteten Texten“ (vgl. Gläser 1990: 48) zuzurechnen ist. Die Texte dieser Gruppe sind „von einem Basistext abgeleitet […]; sie vertexten faktisch einen bereits vorliegenden Text durch Auswahl, Verdichtung, Komprimierung oder Wertung fachlicher Information“ (ebd.).

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