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Die Figur des Lesers im Kommunikationssystem der Spectateurs

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Michaela Fischer

Die Studie befasst sich mit den Spectateurs, den französischsprachigen Spectators oder auch Moralischen Wochenschriften und schafft einen Überblick über die bedeutendsten Produktionen. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Leserfigur und ihrer Funktion in den Texten sowie im übergeordneten Kontext sowohl der Gattung «Spectateur» als auch des Aufklärungszeitalters. Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Bedeutung des Lesers und der Lektüre im Allgemeinen hervorzuheben und den Stellenwert der Spectateurs für die Lektüreentwicklung darzustellen. Ein eigens generiertes Kommunikationsmodell dient der Veranschaulichung der Beschaffenheit der Schriften und verdeutlicht die komplexen Kommunikationsstrukturen.
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I. Einführende Überlegungen

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Der Terminus ‚Spectateur‘1 zur Bezeichnung einer bestimmten Textsorte findet in der Wissenschaft bislang nicht uneingeschränkte Anerkennung. Diese Forschungslücke gilt es zu schließen und die Bedeutung der Schriften im Zeitalter der Aufklärung und für den Gesamtkontext des 18. Jahrhunderts hervorzuheben.

Zur Einführung in das Themengebiet wird vorweg eine Definition gegeben, welche im ersten Kapital der vorliegenden Studie eingehend ausgeführt wird.

Die behandelten Texten lassen sich beschreiben als eine spezifische Art von Zeitschriften, die inhaltlich jedoch literarischen Gattungen näher stehen als dem Journalismus. Die Spectateurs gehen zurück auf den namensgebenden Spectator, der wiederum eine Weiterentwicklung des Tatler darstellt. Beide Schriften stammen aus der Feder von Richard Steele beziehungsweise Joseph Addison, wobei letzterer erst an der Herausgabe des Spectator mitwirkt. An diesen Vorläufern kann die Parallele zu den sozio-historischen und politischen Entwicklungen im Frankreich des 18. Jahrhunderts festgemacht werden, da England in politischen, gesellschaftlichen und literarischen Angelegenheiten als beispielhaft galt.

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