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Wortschatz, Wortschätze im Vergleich und Wörterbücher

Methoden, Instrumente und neue Perspektiven

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Edited By Sibilla Cantarini

Ziel dieses Sammelbands ist die Beschreibung und Analyse einiger wichtiger Aspekte des Wortschatzes und seiner Wiedergabe in Wörterbüchern. Dabei werden Anregungen zu einigen grundlegenden Thematiken in den Bereichen der Semantik, der lexikalischen Semantik, Lexikologie, Lexikographie, Metalexikographie und der Terminologie gegeben. Der Band richtet sich vornehmlich an Wissenschaftler der deutschen Sprache und Spezialisten in den genannten Disziplinen. Durch die Klarheit in der Darstellung und die Natur der behandelten Themen wird darüber hinaus aber auch eine breitere Leserschaft angesprochen, darunter auch Studierende, die an der Vertiefung ihrer Kenntnisse der deutschen Sprache oder an den beschriebenen Problematiken interessiert sind.
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Zur Problematik der korpusbasierten Äquivalenzermittlung in der zweisprachigen Lexikographie

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Zur Problematik der korpusbasierten Äquivalenz-ermittlung in der zweisprachigen Lexikographie

Giovanni Rovere

1 Vorbemerkungen*

Die systematische Auswertung von Primärquellen, insbesondere von elektronischen Korpora, stellt im Hinblick auf die makro- und mikrostrukturelle Auswahl der für die Ausarbeitung einsprachiger Wörterbücher bestimmten lexikographischen Daten ein methodologisch mittlerweile für unverzichtbar gehaltenes Vorgehen dar. Dies lässt sich auch daran erkennen, dass die Wörterbuchkritik leichtes Spiel hat, die zahlreichen und häufig auch gewichtigen Lücken aufzudecken, die sich generell durch den Verzicht auf die Auswertung von Primärquellen ergeben. Starting where the dictionaries stop, der dem Aufsatz von Fillmore und Atkins (1994) vorangestellte, programmatische Titel, findet somit immer wieder aufs Neue eine Bestätigung seiner zwangsläufigen Richtigkeit. Das Auseinanderdriften von Zieldefinitionen und konkreter Gestaltung eines Wörterbuchs als Folge der Vernachlässigung dieses methodologischen Prinzips sei anhand des GWDS kurz illustriert. Im Vorwort der dritten Auflage (1999: 4) wird der Einsatz auch elektronischer Primärquellen und webbasierter Recherchen hervorgehoben: „Das Wörterbuch […] wertet mehrere Millionen Belege aus der Sprachkartei der Dudenredaktion sowie umfangreiche ← 33 | 34 → elektronische Textkorpora aus. Vielfach wurden zusätzlich die allgemeinen Recherchemöglichkeiten des Internets genutzt“. In Wirklichkeit gehen die in den Wörterbuchartikeln zitierten Belegbeispiele nicht auf systematische Weise in die Gesamtmenge der für die Ausarbeitung der entsprechenden Artikel ausgewählten Ausgangsdaten ein, sondern dienen in erster Linie der mikrostrukturellen Anreicherung der Beispielposition. So greift das GWDS im Artikel zu humanitär einerseits auf...

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