Show Less
Restricted access

Bricolage

Ein kommunikatives Genre im Sprachgebrauch Jugendlicher aus der Deutschschweiz

Series:

Esther Galliker

Wie verwenden Jugendliche die Vielfalt ihrer sprachlichen Ressourcen? Und welche Funktionen weist ihr Umgang mit sprachlicher Varianz auf? Anhand detaillierter linguistischer Analysen authentischer Gespräche beschreibt die empirische Untersuchung das Gesprächsverhalten einer Gruppe Gymnasiasten aus der Deutschschweiz. Über das Konzept der Bricolage wird aufgezeigt, wie kompetent die Jugendlichen verschiedene Sprechstile und Sprachen miteinander kombinieren und welche u.a. sozialen Funktionen sie dadurch ausdrücken. Der Beschreibung dialektaler Variation kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu, da ihr in der deutschsprachigen Jugendsprachforschung bis dahin noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Theoretisch und methodisch orientiert sich die Arbeit an der Ethnographie der Kommunikation.
Show Summary Details
Restricted access

3 Empirie des Bricolage-Projekts

Extract

3Empirie des Bricolage-Projekts

Das folgende Kapitel bietet einen Überblick über das Untersuchungsdesign, die Datenerhebung, die Menge und Art der Daten, deren Aufbereitung sowie der dabei verwendeten Analyseinstrumente und über die genaue Vorgehensweise bei der Auswertung und Interpretation der Daten. Es soll aufzeigen, wie der empirische Zugang und die oben beschriebenen Erkenntnisinteressen und Untersuchungsziele zusammenhängen und welche Auswirkungen sich daraus für die Gütekriterien der Untersuchung ergeben. Bemerkungen zu den Gütekriterien in Bezug auf die Daten und Methoden sind jeweils direkt in den entsprechenden Unterkapiteln erwähnt. Eine abschliessende Diskussion der zentralen Gütekriterien in Bezug auf die Ergebnisse folgt am Ende des Kapitels.

Nach Kalthoff (2006: 147) zeichnen zwei Grundeigenschaften die qualitative Sozialforschung aus, die auch auf die Angewandte Linguistik und somit auf das hier relevante Forschungsparadigma übertragen werden können: „Ersten betreibt die [Angewandte Linguistik] empirische Forschung nicht um ihrer selbst willen, sondern versteht sie als Anregungs- und Irritationspotenzial für die [Theoriebildung der Angewandten Linguistik] […]. Zweitens operiert [sie] mit einem starken Empiriebegriff. Der Rückgriff auf ethnographische Methoden [über das Verfahren der Bricolage] impliziert den Abschied von der Annahme, die eigene Gesellschaft sei als genuiner Forschungsgegenstand der [Angewandten Linguistik] ein ihr immer schon vertrauter, verstandener und auch verfügbarer Gegenstand.“ Dementsprechend versteht sich die vorliegende Arbeit als Beitrag zu einer Theoriebildung der Angewandten Linguistik, der über ein empirisches Vorgehen, also ausgehend von Beobachtungen von und Interkationen mit einem bestimmten Untersuchungsfeld, Beschreibungen und Interpretationen über den Sprachgebrauch resp. das Verhalten der Gesellschaftsmitglieder...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.