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GEISTESwissenschaften – IdeenGESCHICHTE

Festschrift für Helmut Reinalter zum 70. Geburtstag

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Josef Wallmannsberger

Theorien der Geisteswissenschaften und Ideengeschichte definieren zentrale Momente des gelehrten Lebenswerks von Helmut Reinalter, dessen leitendes wissenschaftliches Motiv in der konsequenten Vernetzung rigoroser fachbasierter Forschung mit transdisziplinären Perspektivierungen und geistesgeschichtlichen Genealogien gefunden werden kann. Die Beiträge der Festschrift zum 70. Geburtstag des Jubilars situieren sich in diesem spezifischen Problemkontext, Innovationen und Impulse des Œuvres von Helmut Reinalter aufnehmend, kontrastierend und kontrapunktierend, im Sinne eines kritischen Dialogs in aufklärerischer Absicht.
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Ein Grandseigneur der Aufklärenden Enzyklopädistik: Josef Wallmannsberger

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Ein Grandseigneur der Aufklärenden Enzyklopädistik

gibt uns im Jahr 2013 die willkommene Gelegenheit zur akademischen und gelehrt-persönlichen Feier seiner Septuagenarien, der terminologische Manierismus soll hier ausnahmsweise erlaubt sein, denn die Vorstellung, dass Helmut Reinalter in der Chronologie konventioneller Observanz den 70. Geburtstag begeht, übersteigt eben diese vollends, geradezu eklatant, wenn man den Vorzug geniesst, den Jubilar mit Elan, Verve und bisweilen auch mit jugendlichem Übermut in seinem Cafe Central-Salon bei der zugleich intellektuellen und entrepreneurischen Ideenproduktion und Projektjonglage erleben zu können.

Die in Kakanien clichehaft doch zu naheliegende Figur des Cafehausdenkers führte freilich komplett in die Irre, denn die gesellige und fröhlich-wissenschaftliche Dimension der Gelehrtenpersönlichkeit kommt in die angemessene Balance erst mit einem über Jahrzehnte anhaltenden stachanovesken Arbeitsfuror in den Bergwerken der Archive und den Maschinenräumen internationaler Grossprojekte, die in der Komplexität des Managements auch industrielle Kalibrierungen annehmen können: In diesem Sinne erscheint Helmut Reinalter als eine sehr unösterreichische Interpretation gelehrter Existenz, die Dialektik von rigoroser Arbeitsethik und einem unbedingten Willen, sich als öffenticher Intellektueller beim Schwitzen nicht zusehen zu lassen, sondern Eleganz und Leichtigkeit in die akademischen Incontri zu bringen, findet ein sehr harmonisches Echo in den geistigen und unternehmerischen Bravourmeistern der aufklärerischen Enzyklopädistik, ein Diderot, unablässig Netzwerke knüpfend mit Gedanken- und Geldgebern, in der Begegnung mit intriganten Hofagenten ebenso souverän wie in der Bazaristik mit gierigen Druckern, innovativ und kritisch in der Analyse, bei aller historischen Differenzierung lie...

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