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Grundlagen der Textsortenlinguistik

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Bozena Witosz

Die Monografie umreißt die polonistische Textsortenforschung in ihren wichtigsten Strömungen und Entwicklungslinien. Teil I führt in den theoretischen Kontext ein und stellt das Begriffsinstrumentarium der Forschungsdisziplin vor. Es wird dabei eine integrative Herangehensweise an literarische und Gebrauchstexte gewählt. Teil II schlägt eine einheitliche methodologische Herangehensweise an Textsorten vor, die ihre Typologie (Netzmodell), Mehrebenenstruktur, Determinanten und Wechselbeziehungen, ihre Kulturbedingtheit sowie die gegenwärtige Tendenz zur Transgression und Hybridisierung umfasst. Abschließend wird beispielhaft die Textsortencharakteristik des literarischen Textes Jadąc do Babadag von A. Stasiuk herausgearbeitet, der Textsorteninterferenzen innerhalb einzelner Äußerungen aufweist.
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Vorwort der Übersetzerinnen

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Wir freuen uns sehr, dem deutschsprachigen Leser die Monographie von Bożena Witosz in übersetzter und entsprechend adaptierter Fassung übergeben zu können. Die Arbeit mit dem Titel Genologia lingwistyczna ist zwar bereits vor 10 Jahren erschienen, gehört aber immer noch zum Kanon der polonistischen Textforschung; die Entwicklung der Textsortenlinguistik in Polen ist ohne dieses Werk nicht denkbar. Wir hoffen, dass die vorliegende Übersetzung zur Popularisierung der polonistischen Forschung unter deutschsprachigen Lesern beitragen kann, die mit einer anderen linguistischen Schreibtradition konfrontiert werden.

Die germanistische Textlinguistik und somit auch die Textsortenlinguistik ist schon von Anfang an durchweg linguistisch geprägt; sie entwickelte sich zuerst als Erweiterung der Satzlinguistik, später fungierte sie als ein qualitativ neues Paradigma der pragmatischen und anschließend der kognitiven Wende. Die polonistische Paralleldisziplin ist dagegen vor allem den literaturwissenschaftlichen Traditionen Bachtinscher Prägung verpflichtet, die mit der Zeit durch verschiedene linguistische Ansätze ergänzt wurden. Um jedoch eine Pauschalisierung zu vermeiden, seien hier die Worte der Autorin der Monographie herausgegriffen, die sich zu den Einflüssen anderer Disziplinen auf die polonistische Textsortenlinguistik und umgekehrt äußert, um die Komplexität der Relationen zu verdeutlichen: „Wenn man sich […] an den Entwurf einer sehr allgemeinen Karte der gegenseitigen ‚Einflüsse‘ wagte, wären die Zusammenhänge der Textsortenlinguistik mit der Textlinguistik, der modernen Stilistik und der Diskursforschung hervorzuheben.“ (im Kapitel Das „Mehrparadigmenkonzept“ ‘ der Textsortenlinguistik, S. 91)

Die germanistische Textsortenlinguistik konzentriert sich hauptsächlich auf die Beschreibung und Klassifizierung von Gebrauchstexten6,...

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