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Grundlagen der Textsortenlinguistik

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Bozena Witosz

Die Monografie umreißt die polonistische Textsortenforschung in ihren wichtigsten Strömungen und Entwicklungslinien. Teil I führt in den theoretischen Kontext ein und stellt das Begriffsinstrumentarium der Forschungsdisziplin vor. Es wird dabei eine integrative Herangehensweise an literarische und Gebrauchstexte gewählt. Teil II schlägt eine einheitliche methodologische Herangehensweise an Textsorten vor, die ihre Typologie (Netzmodell), Mehrebenenstruktur, Determinanten und Wechselbeziehungen, ihre Kulturbedingtheit sowie die gegenwärtige Tendenz zur Transgression und Hybridisierung umfasst. Abschließend wird beispielhaft die Textsortencharakteristik des literarischen Textes Jadąc do Babadag von A. Stasiuk herausgearbeitet, der Textsorteninterferenzen innerhalb einzelner Äußerungen aufweist.
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Terminologische Bestimmungen – Bedeutungsumfang des Textsortenbegriffs

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In den gegenwärtigen Ansätzen zur Textsystematisierung wird eine ganze Palette von Bezeichnungen zur Bestimmung der Einheit der grundlegenden Kategorisierungsebene eingesetzt. Es scheint daher angebracht, auf die terminologische Vielfalt kurz einzugehen; erstens, weil sich viele der zu besprechenden Bezeichnungen schon in der einschlägigen Forschung eingebürgert haben, und zweitens, weil ihre gegenseitigen Relationen eingehender zu beleuchten sind.

In den Arbeiten von Wierzbicka werden sowohl der Begriff einer komplexen Textsorte als auch der Terminus Sprechsituationen (freilich unter dem Einfluss der Forschungsergebnisse amerikanischer Ethnolinguisten, insbesondere von Hymes, vgl. Hymes 1968) und die Bezeichnung Sprechprozess mit Beispielen wie Vorlesung, Brief oder Gerücht eingeführt. Es kann also angenommen werden, dass die obigen terminologischen Bezeichnungen dort synonymisch verwendet werden, etwa ähnlich wie die Bezeichnungen Sprechakt und einfache Textsorte, mit Beispielen wie Bitte oder Warnung (Wierzbicka 1999: 228). Bei Goffman (1981) kommt dagegen die Bezeichnung Sprechform (form of talk) vor.

Der von Wittgenstein geprägte Begriff Sprachspiel steht dem Begriff Textsorte nahe. Der Begriff wurde von Wittgenstein (2000) – es sei hier auf den ersten Teil der vorliegenden Abhandlung verwiesen – als ein aus der Sprache und der sie umgebenden Tätigkeiten bestehendes Ganzes definiert.

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