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Sichtweisen erfolgreicher Schulleiter

Eine Analyse zur Führung von Good-Practice-Schulen im Übergang Schule – Beruf in der internationalen Bodenseeregion

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Armin Sehrer

Schulen haben seit Jahren neue Freiheiten der Schulentwicklung. Diese Forschungsarbeit betrachtet dabei die Rolle der Schulleiter und geht der Frage nach, wie Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz diese Freiheiten in der Berufsorientierung und im Übergangsmanagement von der Schule zum Beruf empfinden und nutzen. Mit einem Methodenmix werden Good-Practice-Schulen in der internationalen Bodenseeregion identifiziert. Die Sichtweisen der entsprechenden Schulleiter und Experten der Schulentwicklung wurden in Leitfadeninterviews erhoben und analysiert. In diesem Beitrag zur Übergangs-, Schulleiter- und Regionalforschung werden unterschiedliche Schulleitertypen herausgearbeitet und daraus ein heuristisches Modell sowie praxisrelevante und bildungspolitische Empfehlungen abgeleitet.
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1 Zielsetzung und Problemstellung der Arbeit

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„Die staatliche Regulierung des Bildungssystems ist historisch gewachsen aus dem Bestreben heraus, möglichst gleiche Ausgangsbedingungen für alle zu schaffen.“7 Vor allem die allgemein bildenden Schulen wurden zu Anstalten mit restriktiven Regelungen und geringer Autonomie.8 „In dem Maße wie die Eingriffe von Seiten der Regierung gewachsen sind, entstanden in der Gesellschaft deregulatorische Tendenzen, die die staatlich vorgegebenen Bildungsziele in Frage stellen. Vor dem Hintergrund internationaler Vergleichsuntersuchungen wie der PISA-Studie Ende der 1990er Jahre und den damit verbundenen Forderungen nach mehr Qualität und Effizienz in der Bildung wurde die Notwendigkeit einer Deregulierung offenbar.“9 Hauptschulen, Werkrealschulen und Realschulen in Deutschland und die vergleichbaren Schularten in Österreich und der Schweiz stehen vor neuen Herausforderungen, auch im Übergang Schule - Beruf. Ausgestattet mit einem in den letzten Jahren wachsenden Grad an Autonomie versuchen sie den Schülern eine Orientierung und eine fundierte Auswahlmöglichkeit hinsichtlich schulischer und beruflicher Perspektiven in einem beruflichen Bildungssystem zu ermöglichen, das sich in einem schnellen Wandlungsprozess befindet und dessen grundlegendes Prinzip, das Berufsprinzip oder Berufskonzept10, in der (berufs)pädagogischen Debatte seit Jahrzehnten immer wieder in Frage gestellt wird. Die Schulen haben neue Möglichkeiten, Übergangsmanagementsysteme aufzubauen. Diese Aussagen gelten für die entsprechenden Schularten in allen Bodenseeanrainerstaaten. Doch welche Wege in Schulen eingeschlagen werden, hängt neben Vorschriften stark davon ab, welche qualitäts- und führungsbezogenen Sichtweisen bei den Schulleitungen vorhanden sind.

Unter den Schularten der Sekundarstufe 1 hat vor allem die Hauptschule das Image von Restschulen11,...

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