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Konsum und Imagination- Tales of Commerce and Imagination

Das Warenhaus und die Moderne in Film und Literatur- Department Stores and Modernity in Film and Literature

Edited By Godela Weiss-Sussex and Ulrike Zitzlsperger

Das Warenhaus war über Deutschland hinaus bis in die 1930er-Jahre einer der kulturgeschichtlich bedeutendsten Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung mit der Moderne und der Konsumkultur. Die Autoren und Autorinnen dieses Bandes zeigen sowohl den Facettenreichtum des Warenhaus-Diskurses in der Literatur, dem Feuilleton, in Musicals und im Film als auch die Bandbreite der teils sozial-und kulturkritischen, teils fortschrittsorientierten Thematisierungen auf. Dabei kommen Romane von Zola, Brecht und Fallada sowie Schriften weniger bekannter Autoren zur Sprache. Das emanzipatorische Potenzial des Warenhausthemas findet ebenso Beachtung wie waren- und konsumästhetische Strategien, die in Literatur, Film und anderen Medien reflektiert werden.
Until the 1930s department stores provided, in Germany as elsewhere, one of the focal points of cultural and critical engagement with modernity and consumer culture. The authors of this volume explore the diversity of the discourse on department stores in literature, the feuilleton, musicals and film. They demonstrate the scope of the discourse from cultural criticism to more progress-oriented examinations of the theme. Novels by Zola, Brecht and Fallada are discussed, as well as writings by lesser known authors. Attention is paid to the emancipatory potential of department stores as well as to the aesthetics of consumption as reflected in literature, film and other media.
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‘Mal etwas Anderes’: Narrative Representations of Queer Performance and Commodified Bodies on the Early Twentieth-Century Shop Floor

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Abstract

Dieses Kapitel setzt sich mit der Rolle der Warenhaus-VerkäuferInnen als ,queer bodies‘ in Texten des frühen zwanzigsten Jahrhunderts auseinander. Die vergleichende Lektüre von N.O. Bodys Aus eines Mannes Mädchenjahren (1907) und Walter Homanns Tagebuch einer männlichen Braut (1907) zeigt, wie nicht-normative Körper von VerkäuferInnen einer Kommodifizierung unterzogen werden, die jedoch gleichzeitig die Gelegenheit einer ,queer performance‘ bietet. Diese ermöglicht und unterstützt die Selbstdarstellung des ‚queer self‘, auch wenn sie es in Einzelfällen der Lächerlichkeit preisgibt. So bietet das Warenhaus in diesen Texten Erfahrungsmomente von „Lebbarkeit“ (Judith Butler), die einen wichtigen Beitrag zur Konstitution der komplexen körperlichen und sexuellen Identität der Protagonisten liefern.

Introduction

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