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Spuren.Suche (in) der Romania

Beiträge zum XXVIII. Forum Junge Romanistik in Graz (18. bis 21. April 2012)

Series:

Edited By Luca Melchior, Albert Göschl, Rita Rieger and Michaela Fischer

Die seit Jahrzehnten renommierte Reihe zum romanistischen Nachwuchskolloquium Forum Junge Romanistik sammelt auch in ihrem 28. Band wieder die aktuellen Themen junger romanistischer Nachwuchsforschung. In ihrer Gesamtheit konstruieren die Beiträge ein offenes Bild zum zentralen Leitkonzept der Spur. Spurensuche als geisteswissenschaftliche Methode sowie die Implikationen zeitlicher und räumlicher Dimensionen bis hin zur emotiven Komponente des Spurenkonzeptes ordnen die vielschichtigen Forschungsergebnisse zu einem aufschlussreichen Kompendium neuester Forschungsliteratur. Die Diversität der Tagungsakten lässt ein Panorama der romanistischen Disziplinen (Literatur-, Kultur-, Sprachwissenschaft und Fachdidaktik) entstehen.
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‚Neben der Spur‘ – Narrative Verschiebungen im italienischen Neorealismus (Italo Calvinos Il sentiero dei nidi di ragno): Julia Knoch

Extract

Julia KNOCH (Bochum)

Abstract

Dall’analisi del romanzo Il sentiero dei nidi di ragno di Italo Calvino risulta che la prima fase della sua produzione letteraria risente dell’influsso del neorealismo. Come giustamente affermano Maria Corti e Calvino stesso, ‚neorealismo‘ implica la modellazione del mondo secondo categorie politiche. Questo concetto antifascista, caratterizzato da una poetica dell’immediatezza, risale alla tradizione narrativa della resistenza. Con la sua opera giovanile da un lato Italo Calvino si aggancia a queste premesse. Dall’altro lato l’autore problematizza e oltrepassa i classici topoi del neorealismo. Questa presa di distanza dagli eventi politici si realizza tramite spostamenti dei personaggi, spostamenti spaziali e semantici e spostamenti di prospettiva.

1947 veröffentlicht der italienische Autor Italo Calvino seinen Debütroman Il sentiero dei nidi di ragno,1 den er 1963 nachträglich mit einem Vorwort eröffnet. In diesem erinnert sich der Autor sechzehn Jahre nach Erstpublikation von SNR u.a. an seine Einbindung in den Widerstandskampf. Über Gedächt-nisspuren stellt Calvino in seinem Vorwort Referenzen zur resistenza2 sowie zu Partisanenkämpfern her, die derselben Einheit wie er angehörten. Wie der Autor betont, hatte der Widerstandskampf zur Konsequenz, dass sich Bilder der Zerfleischung in sein Gedächtnis eingebrannt haben. Unter dem Bestreben das Erbe der Vergangenheit zu wahren, zog die wiedererlangte Redefrei ← 193 | 194 → heit eine wahre Erzählsucht nach sich (cf. Calvino 1993b, VI). Zur Besonderheit der narrativen Wirklichkeitsmodellierung merkt Calvino an:

Perché chi oggi ricorda il ‚neorealismo‘ soprattutto come una contaminazione o...

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