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Ernst Freiherr von Weizsäckers Beziehungen zur Schweiz (1933-1945)

Ein Beitrag zur Geschichte der Diplomatie

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Stephan Schwarz

Als deutscher Gesandter in Bern vertrat Ernst Freiherr von Weizsäcker zwischen 1933 und 1936 die Interessen der nationalsozialistischen Regierung Deutschlands gegenüber der Schweiz. Auch als Ministerialdirektor und später als Staatssekretär im Auswärtigen Amt in Berlin (1937-1943) war der deutsche Diplomat am politischen Geschehen in der Schweiz interessiert. Im Spannungsfeld zweier Nachbarstaaten, deren politische Systeme kaum unterschiedlicher sein konnten, erwies sich Weizsäckers Bestreben, mit der Schweiz gute diplomatische Beziehungen zu unterhalten, als ein schwieriges Unterfangen. Wie verhielt sich der deutsche Diplomat der Schweiz gegenüber? Zeigte er sich als getreuer «Vollzugsbeamter» oder gelang es ihm, sich Handlungsspielraum zu verschaffen? Wie gestaltete sich sein Verhältnis zur Presse und wie reagierte die schweizerische Landesregierung auf die deutsche Diplomatie? Diese und andere Fragen werden in dieser Studie eingehend behandelt.
Aus dem Inhalt: Überblick über die Grundzüge der deutschen Diplomatie (1918-1945) – Das Auswärtige Amt in den Jahren 1918 bis 1945 – Ernst von Weizsäckers Einstieg in die Diplomatie – Weizsäckers Einstellung zur schweizerischen Neutralitätspolitik – Sein Verhältnis zur Schweizer Presse – Der Fall Jacob-Wesemann und die Gustloff-Affäre – Weizsäckers Haltung gegenüber der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges – Seine Beziehungen zu Schweizer Persönlichkeiten und zur schweizerischen Erneuerungsbewegung – Seine Beurteilung der Schweizer Wirtschaft – Ernst von Weizsäcker und die Schweiz im Wilhelmstrassenprozess von 1948-1949.