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«Delectatio»

Unterhaltung und Vergnügen zwischen Grimmelshausen und Schnabel

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Franz Eybl and Irmgard Wirtz

Zwischen Barock und Aufklärung entstand eine Funktion der Literatur, wie wir sie heute kennen: die der Unterhaltung. Aus Anlass des 350. Geburtstags von Johann Beer hat eine internationale Konferenz nach Funktion und Bedeutung der Kurzweil in der spätbarocken Literatur gefragt. Ist es die Aufgabe der Künste, zwischen Nutzen und Vergnügen die Balance zu wahren? Welche Bedeutung hat das Unterhaltsame und Ergötzliche in der deutschen Literatur ab 1680? Die Beiträge des Bandes thematisieren die Theorie und Poetik der Unterhaltung, die Institutionen und Gattungen der Kurzweil sowie die Werke der bedeutendsten Autoren aus dieser Zeit.
Aus dem Inhalt: Franz M. Eybl: Einleitung: Unterhaltung zwischen Barock und Aufklärung – Andrea Wicke: Literarische Moden um 1700. Zum historischen Wandel populärer Lesestoffe – Andrea Sommer-Mathis: «Von den Lustbarkeiten des Hofs und den privat-Ergötzlichkeiten der Regenten». Zu Begriff und Funktion höfischer Unterhaltung (am Beispiel von Sachsen-Weißenfels) – Jörg Krämer: Pflaumen und Kerne, Schleckwerck und Pillen? Funktionen unterhaltenden Erzählens bei Harsdörffer, Grimmelshausen und Beer – Birgit Wagner: Zur Mehrfachkodierung von Galanterie und Unterhaltung: Fontenelles Lettres galantes de Monsieur le Chevalier d’Her*** – Irmgard M. Wirtz: Zur Poetik der Unterhaltung. Ein diskursives Feld zwischen Roman und Ethik um 1680 – Franz M. Eybl: Informalität als Bedingung von Unterhaltung? Grimmelshausens Rathstübel Plutonis – Volker Mertens: Musik, Kritik und Satire bei Johann Beer – Peter Rusterholz: Vom Öffnen und Schließen der Grenzen komischer Schriften: Christian Weises Die drey ärgsten Ertznarren in der gantzen Welt – Andreas Solbach: Intention und dramatische Struktur in Christian Reuters Komödien – Andreas Sulzgruber: Johann Gottfried Schnabels Der im Irrgarten der Liebe herumtaumelnde Cavalier als Unterhaltungslektüre.