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Fünfzig Jahre Germanistik

Aufsätze, Statements, Polemiken 1959-2009

Series:

Jost Hermand

Dieser Band enthält 30 Essays, Aufsätze, Vorträge, Miszellen und Polemiken zur Methodik der Literaturwissenschaft, mit denen sich ihr Autor zwischen 1959 und 2009 an die germanistische Fachwelt wandte. Ihr Ziel war, den vielfältigen Ausflüchten ins Werkimmanente, Formalästhetische, Allgemeinmenschliche oder Postmodernistische eine sozialgeschichtliche Sehweise entgegenzusetzen, die sich einer historisierenden Optik auf das jeweils Vergangene verpflichtet fühlt und eine gegenwartsbetonte Haltung befürwortet.
Aus dem Inhalt: Theoria cum praxi. Ein methodologischer Rückblick – Vorwort zu dem Band Naturalismus innerhalb der von Richard Hamann und mir konzipierten Buchreihe «Deutsche Kunst und Kultur von der Gründerzeit bis zum Expressionismus» (1959) – Der «antihistorische Affekt» in der Literatur- und Kunstwissenschaft der fünfziger Jahre (1965) – Über Nutzen und Nachteil literarischer Epochenbegriffe. Ein Vortrag (1966) – Vorbemerkung zu dem Band Synthetisches Interpretieren. Zur Methodik der Literaturwissenschaft (1968) – Vor- und Nachteile einer marxistischen Literatursoziologie (1968) – Probleme der heutigen Gattungsgeschichte (1970) – Einleitende Bemerkungen zur Aufsatzreihe «Nichtfiktionale Literaturgattungen» (1971) – Vom Gebrauchswert der Rezension (1973) – Antwort auf die Frage «Can Germanistik be Taught?» (1974) – French Structuralism from a German Point of View (1975) – Statement auf der Tagung der American Association of Teachers of German zum Thema «Negation, Pflege oder Aufhebung? Einstellungen zum literarischen Erbe» (1975) – Interdisziplinäre Zielrichtungen der Expressionismus-Forschung (1976) – Die falsche Alternative. Neun Thesen zum Verhältnis von E- und U-Literatur in den USA und der BRD (1976) – Der Streit um die Epochenbegriffe (1976) – Einleitende Bemerkungen zu der Aufsatzreihe «Linke Tendenzen in der Germanistik nichtsozialistischer Länder seit 1967» (1980) – Jetzt wohin? Thesen zur gegenwärtigen Situation der Germanistik (1980) – «Man muß das Unrecht auch mit schwachen Mitteln bekämpfen». Stand und Aufgaben der gegenwärtigen Exilforschung (1981) – Gegen die autonomieästhetische «Vertextungsanalyse» als Methode der Literaturwissenschaft (1981) – Probleme «interdisziplinärer Forschung» in den Kulturwissenschaften (1985) – German Ways of Reappropriating the National Cultural Heritage. A Brief Overview (1992) – Principles of Periodization in German Art and Literature (1993) – Diskursanalytische Verfahrensweisen (1994) – Zur Situation der Germanistik in den USA. Eine historische Bilanz (1999) – Modern, modisch, modernd (2000) – Die Kontroverse um die «Klassik-Legende» (2003) – Der «Aufhaltsame Aufstieg» der Grünen und die zögerlich folgende Germanistik (2004) – Allmähliche Entzauberung. Emil Staiger und die Marburger Junggermanisten der frühen Adenauer-Ära (2007) – «Biedermeier» oder «Vormärz»? Zum Kalten Krieg in der ostwestdeutschen Literaturwissenschaft zwischen 1950 und 1980 (2008) – Emil Staigers Goethe-Bild (2009) – Probleme der literarischen Wertung in der deutschen Germanistik seit 1945 (2009).