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Die Dame im Gruppenbild als christlicher Gegenentwurf zum repressiv-asketischen Traditionsstrang des Christentums

Eruierung, Vergleich und Bewertung zweier theologisch-ethischer Konzepte: Heinrich Böll: "Gruppenbild mit Dame</I>, Sören Kierkegaard: "Der Liebe Tun</I>

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Frank Witzel

Ziel dieser diskursanalytischen Untersuchung ist, anhand von zwei exemplarischen Texten konträre Auffassungen des Christentums herauszuarbeiten, diese zu vergleichen und auf Basis psychologischer Theorien zu bewerten. Ein lebensbejahendes, sinnenfrohes Konzept des christlichen Glaubens wird durch die Interpretation des Romans Gruppenbild mit Dame von Heinrich Böll ermittelt. Dieser Auffassung des Christentums gegenübergestellt wird das weltfeindlich-asketische theologische Konzept in Sören Kierkegaards Abhandlung Der Liebe Tun. Auf Grundlage der Psychoanalyse Sigmund Freuds, der Tiefenpsychologie Eugen Drewermanns sowie der Humanistischen Psychologie wird das Konzept des christlichen Glaubens, das in Gruppenbild mit Dame hervorscheint, als lebensbejahend und integrierend beurteilt. Die selbstquälerische Auffassung des Christentums von Sören Kierkegaard hingegen erweist sich als neurotisierend.
Aus dem Inhalt: Ethik der Selbstentfaltung und Mitmenschlichkeit – Bejahte und integrierte Sensualität – Sinnenfeindschaft und Selbstentfremdung – Christliche Ethik als heilend oder als neurotisierend.