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Raum und Geschlecht

Frauen im Road Movie der 90er Jahre

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Amelie Soyka

Das Filmgenre Road Movie ist grundlegend durch seine Raumkonventionen geprägt. Die Road Movie-Reise basiert auf der Existenz von Innenraum und Außenraum, Heim und Heimatland, Zivilisation und Wildnis. Diese Dichotomie des Raums ist geschlechtsspezifisch konnotiert; die Zuschreibung von weiblicher Zugehörigkeit zum Haus als Gegenpol zu männlicher Bewegung durch den Außenraum hat eine lange Tradition. Für das Road Movie bedeutet das: Heldinnen am Steuer eines Fahrzeugs alleine unterwegs stellen einen Bruch mit der Tradition dar. Auf diese Weise rücken die Verflechtungen und Grenzen der Raum-Gender-Genrekonventionen des Road Movies in den Blickpunkt. Hat die Dichotomie des Raums und ihre geschlechtsspezifische Zuschreibung auch nach Thelma & Louise oder Leaving Normal noch Bestand?
Aus dem Inhalt: Das Road Movie als Filmgenre – Exkurs zur geschlechtsspezifischen Dichotomie des Raums – Road Movie als Raum Movie: Straße, Automobil und Heimatland – Die Verwandtschaft des Road Movie-Helden mit dem Cowboy – Road Movie-Heldinnen im Aufbruch – Outside of Everything: Thelma & Louise – Searching for one’s Proper Place: Leaving Normal.