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Philosophie und Welt beim jungen Heidegger

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César Lambert

Die vorliegende Arbeit hat sich die Aufgabe gestellt, die Frühen Freiburger Vorlesungen Heideggers von 1919 bis 1923 in der Perspektive von Philosophie und Welt analytisch zu durchdringen.
Der Begriff «Philosophie« deutet im Titel darauf hin, daß Heidegger in diesen Vorlesungen, beginnend mit der Kriegsnotsemester-Vorlesung von 1919, einen radikal neuen Begriff der Philosophie entfaltet, wonach diese sich vor allem in der Auseinandersetzung mit der reflexiven Phänomenologie Edmund Husserls in methodischer Hinsicht als hermeneutische Phänomenologie und in thematischer Hinsicht als Philosophie des a- oder vortheoretischen Lebens und Erlebens versteht.
Das atheoretische Leben zeichnet sich aber darin aus, daß es vortheoretisches Weltleben ist, ein atheoretisches Welt bezogenes Leben, dessen Welt die atheoretische Lebenswelt und als solche ein Bedeutsamkeitsganzes ist, worin und woraufhin sich das Leben vollzieht.
Aus dem Inhalt: Philosophie als hermeneutische Phänomenologie des Lebens und Erlebens – Das Philosophieren als radikaler Vollzug der Fraglichkeit des menschlichen Lebens – Welt: Umwelt, Mitwelt und Selbstwelt – Die Struktur der Welt im Sinne der Bedeutsamkeit – Die Thematisierung der Religion (Paulus, Augustinus) im Kontext der Mitwelt.