Show Less
Restricted access

Der Eunuch in Kaisernähe

Zur politischen und sozialen Bedeutung des "praepositus sacri cubiculi</I> im 4. und 5. Jahrhundert n.Chr.

Series:

Helga Scholten

Die spätantike Überlieferung zeichnet häufig ein polemisch verzerrtes Bild des obersten Kammerherrn des Kaisers, das geprägt ist von der Ablehnung eines gesellschaftlichen Außenseiters, nämlich eines Eunuchen. Basierend auf einer prosopographischen Studie werden neben den formalen Strukturen des Amtes, die Funktionen und Kompetenzen des praepositus sacri cubiculi eingehend erläutert. Die Beurteilung der gesellschaftlichen Position des Amtsträgers auch nach soziologischen Kriterien, gemessen an spätantiken Wertvorstellungen, leistet einen Beitrag zum Verständnis der Effizienz einer institutionellen Hofeunuchenschaft. Die Geschichte des Amtes, seine politische und soziale Bedeutung im 4. und 5. Jahrhundert, vermittelt einen Eindruck von der spätantiken Regierungs- und Verwaltungspraxis.
Aus dem Inhalt: Terminologie - Entstehung - Untergebene - Kompetenzen und Funktionen des praepositus sacri cubiculi: im «informalen» Kanal zwischen Kaiser und Außenwelt, Religionspolitik, Rechtswesen, Zeremoniell - Politische Bedeutung und sozialer Status - Prosopographie.