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Verkörperung von Moral

Philosophisch-anthropologische Studien zu einem Moralbegriff in didaktischer Absicht

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Richard Breun

Die Antwort auf die Frage, ob Ethik unterrichtet werden könne, hängt davon ab, ob eine Darstellung von Moral möglich ist. Moral verkörpert sich wie jede andere kulturelle oder geistige Leistung des Menschen: in Institutionen wie der Schule, in Situationen, vor allem aber in Haltungen und Gefühlen. Verkörperungen sind auf die sinnlichen Modi angewiesen, die zusammen den Aufbau der Person fundieren. Der Ort der Moral in der Architektonik der Person ist näher zu bestimmen, um Möglichkeit, Form und Inhalt des ethischen Unterrichtens zu beschreiben. Daraus ergeben sich didaktische und methodische Konsequenzen. Wie sie praktisch umgesetzt werden können, wird am Beispiel der Mythen und Religionen gezeigt, die in allen einschlägigen Lehrplänen zur Ethik und Praktischen Philosophie thematisiert werden, nicht zuletzt, um das interkulturelle Verstehen zu fördern.
Aus dem Inhalt: Das Spektrum eines didaktischen Moralbegriffs – Zur Darstellbarkeit der Moral – Zur Beobachtbarkeit der Moral – Der Ort der Moral in der Architektonik der Person – Zur moralischen Funktion des dualen Verkörperungsmodus – Didaktische und methodische Konsequenzen – Zur Artikulation des Selbst- und Weltverhältnisses in Mythen und Religionen.