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Die nationalistischen Geheimbünde in der Literatur der Weimarer Republik

Joseph Roth, Vicki Baum, Ödön von Horváth, Peter Martin Lampel

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Hans-Peter Rüsing

Die aus den verbotenen Freikorps hervorgegangenen nationalistischen Geheimbünde versuchten 1923, die Weimarer Republik durch einen Putsch zu beseitigen. Die Interpretation der literarischen Texte, die sich kritisch mit diesen rechtsradikalen Organisationen auseinander setzen, zeigt, dass vor allem Joseph Roths «Spinnennetz» (1923), aber auch Horváths «Sladek»-Drama (1928) weit mehr leisten als eine zeitgeschichtliche Darstellung des paramilitärischen Untergrunds: Während Horváths Stück die Widersprüchlichkeit der nationalistischen Ideologie thematisiert, veranschaulicht Roths Roman die Überlegenheit der faschistischen Kampfstrategien gegenüber der putschistisch-terroristischen Taktik der Geheimbündler.
Aus dem Inhalt: Vom Geheimbündler zum Faschisten. Vom zeitgeschichtlichen zum utopischen Roman. Joseph Roths «Spinnennetz» – Vom politischen Mörder zum unpolitischen Menschen. Vicki Baums Roman «Feme» – Schwachsinn als Methode: Schwarze Reichswehr und nationalistische Ideologie in Ödön von Horváths «Sladek oder Die schwarze Armee» – «An sich doch ganz gutartige Burschen». Die schwarze Reichswehr in Peter Martin Lampels Roman «Verratene Jungen».