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Die Landrechte indigener Völker unter besonderer Bezugnahme auf Mexiko und Nicaragua

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Christina Binder

Die Rechte indigener Völker gewinnen in der internationalen Diskussion sowie auf regional lateinamerikanischer Ebene zunehmende Anerkennung. Die positiv-rechtlichen Verbürgungen in internationalen Menschenrechtsverträgen und nationalen Verfassungen stehen jedoch im krassen Gegensatz zu den fortdauernden Störungen und Bedrohungen der kulturellen Eigenart indigener Völker. Zunächst wird im Zeitverlauf und aus soziologischer Perspektive beleuchtet, welche Merkmale ein rechtliches Schutzinstrumentarium erfüllen muss, um Territorien und damit die kulturelle Eigenart indigener Völker adäquat zu schützen. Die Wichtigkeit ungestörten Landbesitzes sowie ausreichender Kontroll- und Mitbestimmungsrechte auf kommunaler, regionaler und gesamtstaatlicher Ebene wird entsprechend hervorgehoben. Die Staaten Mexiko und Nicaragua bieten hierbei aufschlussreiche Beispiele, um den weiten Weg von der bloßen Thematisierung indigener Territorialrechte über deren gesetzliche Verbriefung bis zu ihrer effektiven Umsetzung aufzuzeigen. Im Zuge der Arbeit wird dargelegt, dass Gesetze zwar ein entscheidender Ausgangspunkt sind, es aber flankierender Maßnahmen und Rahmenbedingungen bedarf, um die Rechte indigener Völker auch in der Realität – und nicht nur auf dem Papier – zu verwirklichen.
Aus dem Inhalt: Grundproblematik – Reformkonzept zum Schutz indigener Landrechte – Internationale Schutzstandards indigener Landrechte – Die Landrechte der indigenen Völker Mexikos – Die Landrechte der indigenen Gemeinden der Atlantikküste Nicaraguas.