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Paulus und Sophia

Eine exegetisch-rhetorische Untersuchung zu 1Kor 1,10-31

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Wilfrid Okambawa

Die sophia- und Parteien-Frage stellt die Fragen: Was hatten die Korinther unter dem sophia-Begriff gemeint, und wie hatte Paulus darauf reagiert? Durch eine historisch-kritische und rhetorische Analyse von 1Kor 1,10-31 erweist sich die sophia als ein Versuch seitens der Korinther, den Glauben an Christus mit der Popularphilosophie zu erläutern und als Philosophie zu verstehen. Dagegen reagiert Paulus, indem er zum Kreuz, dem Wesen seiner Verkündigung und sogar des Christentums, zurückgreift. Als Torheit für die Griechen und Skandalon für die Juden wertet das Kreuz die etablierten Werte um, und konstituiert eine dritte Gattung dem Judentum und dem Heidentum gegenüber. Doch offenbart das Kreuz eine apokalyptische sophia, wodurch Paulus einen kritischen Dialog mit den Korinthern führt und das Fundament für das richtige Verhältnis zwischen Theologie und Philosophie bzw. Kultur zugrunde legt.
Aus dem Inhalt: Die Gefahr der Spaltung der Gemeinde von Korinth aufgrund der Bevorzugung der sophia anstatt des stauros – Von der profanen Rhetorik zur Predigt – Rhetorische Analyse von 1Kor 1,10-17 – Das Wort vom Kreuz vs. sophia: Exegese von 1Kor 1,18-31 – Bestimmung der paulinischen sophia im Umfeld des Judentums und des Hellenismus.