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Die Interregionale Assoziierung zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur

Ein Modell für die Kooperation zwischen mehreren Freihandelszonen im Rahmen der Welthandelsordnung

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Walter Greiner

Der Welthandel war in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt durch eine multilaterale Handelsordnung und regionale Integrationsprojekte, die jedoch sowohl rechtlich als auch faktisch eine Ausnahme darstellten. Angesichts der erheblichen Zunahme solcher regionaler Integrationsprojekte in jüngster Zeit und deren Auswirkungen stellt sich die Frage nach einer bereits stattfindenden grundlegenden Veränderung dieses Zwei-Ebenen-Welthandelssystems. Bislang einmalig ist die angestrebte Schaffung einer interkontinentalen, zwei Freihandelszonen überwölbenden Freihandelszone, die als Resultat der Kooperation zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur in Betracht kommt. Angesichts einer immer stärker werdenden Globalisierung des Welthandels und der stetigen Zunahme regionaler Freihandelszonen stellt sich die Frage, ob die von der Europäischen Gemeinschaft und dem Mercosur gewählte Kooperationsform ein Modell für die zukünftige Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Freihandelszonen bieten könnte. Den Abschluß der Untersuchung bildet ein Ausblick auf einen möglichen Brückenschlag zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Kontinent vor dem Hintergrund der geplanten Schaffung einer gesamtamerikanischen Freihandelszone und einer dadurch möglichen «Triangulisierung» der Beziehungen zwischen Nordamerika, Südamerika und Europa.
Aus dem Inhalt: Regionale Integrationsprojekte und die Weltwirtschaft – Entwicklung und gegenwärtiger Stand der Beziehungen zwischen Mercosur und Europäischer Union – Die zukünftige Ausgestaltung der Interregionalen Assoziierung und deren Modellfunktion im Rahmen der Welthandelsordnung – Ausblick: Freihandelszone von Feuerland bis Alaska und die Möglichkeit eines Brückenschlags NAFTA – Mercosur – EU.