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Der Marsch zu den Gräbern von «Karl und Rosa»

Geschichte eines Gedenktages

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Jan Kohlmann

Die Arbeit behandelt die Geschichte der alljährlich stattfindenden Demonstrationen zum Gedenken an die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg am 15. Januar 1919. In der Weimarer Republik als Gedenktag der KPD entstanden, wurde der «15. Januar» nach dem Zweiten Weltkrieg von der SED als Nationalfeiertag begangen, der nach der Wiedervereinigung wieder zum «Kampftag einer Partei» verkümmerte. Nach Darstellung des Gedenkens in der Weimarer Republik behandelt der Hauptteil der Arbeit die Gedenkdemonstrationen in der DDR. Nach 1945 marschierten alljährlich mehrere hunderttausend Menschen durch den Ostteil Berlins zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde. Führende Parteifunktionäre hielten dort Reden, an denen sich die jeweils geltende politische «Linie» der SED und deren Wandlungen ablesen lassen.
Aus dem Inhalt: Die Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs am 15. Januar 1919 und die Vorgeschichte – Trauerfeiern und Begründung des Mythos um Karl und Rosa – Das Revolutionsdenkmal von Mies van der Rohe und die neue Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde – Gedenkdemonstrationen in der Weimarer Republik, in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland.