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Moskau in lyrischen Texten des «Silbernen Zeitalters»

Ein Beitrag zum «moskovskij tekst»

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Christian Falk

Seit der Gründung St. Petersburgs im Jahre 1703, bewusst als konkurrierender Gegenentwurf zu Moskau geplant, entzündeten sich in Russland an den beiden Hauptstädten neben politischen auch kulturelle, literarische und philosophische Debatten. Aus der Rivalität dieser Metropolen entstand ein kulturwissenschaftliches Dauerthema. In dieser Studie wird Moskau am Beispiel literarischer Texte des Silbernen Zeitalters analysiert. In Anlehnung an die Tartu-Moskauer-Schule und deren Konzept vom Petersburger Text wird versucht, einen vergleichbaren Moskauer Text aufzuzeigen. Der semiotische Begriff Stadt als Text erfasst dabei die strukturelle Seite, der Stadtmythos dagegen die funktionale. Der Text, der sich hier als System feststehender Zeichen und Motive aufbaut, ist die Grundlage für den Mythos. Zugleich bedient er sich aber mythologischer Elemente für seine Textur.
Aus dem Inhalt: Die Stadt als Zeichensystem: Zeichen der Stadt - große Raster - Paradigmen des Urbanen - Lesbarkeit der Stadt – Moskau bei Nacht – Moskau als Kreis-Stadt – Moskau als geschlossener Raum – Moskau als verwirrender Raum – Moskau als Minus-Raum – Moskau als religiöse Stadt – Moskau als Drittes Rom – Moskau als weibliche Stadt – Moskau als Schauplatz der Geschichte – Geschichte im Spiegel der Literatur – Resümee: Zum moskovskij tekst, Mythos Moskau.