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Studentenbewegung, Literatur und die Neuentdeckung der Fremde

Zum ethnografischen Blick im Romanwerk Uwe Timms

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Julienne Kamya

Studentenbewegung, Literatur und die Neuentdeckung der Fremde untersucht die Darstellung von Kulturen und Menschen im Medium der Literatur als Reflexions- und Bewusstseinsspiegel einer Gesellschaft. Dies findet seine Begründung in einer im Zuge der Studentenrevolte und des postkolonialen Blicks entwickelten Literatur, die sich die Wirklichkeiten einer sich immer weiter «globalisierenden» Welt zum Thema gemacht hat. Dieses Selbstverständnis stellt die interkulturelle Grundlage dieser Untersuchung dar, zumal der Blick auf fremde Völker in dieser Literatur einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Durch ausgewählte Erzählwerke Uwe Timms werden solche von Menschen im Allgemeinen als problematisch empfundenen Kontaktzonen und Situationen zwischen deutschen bzw. europäischen und fremden Kulturen aufgespürt. Durch die Kritik an den sich in den Kontaktzonen entwickelnden Verhältnissen appelliert Timm an eine Beziehung zwischen Völkern, in der Anerkennung im Mittelpunkt steht. Fremde Kulturen werden in ihrer bereichernden Eigenart in die ästhetische Konstruktion uneigennützig einbezogen, sowohl in Bezug auf ihre Verhaltens- und Lebensweisen als auch auf ihre Bewusstseinsformen. Vorhandene Texte von diesen Kulturen und über sie dienen der interkulturellen und intertextuellen Darstellungsweise des Autors zur Entlarvung des eurozentristischen Diskurses.
Aus dem Inhalt: Studentenbewegungen und neuer Blick auf die Fremde – Fremde Kulturen bei Uwe Timm – Zum ethnografischen Schreiben bei Uwe Timm – Morenga: Neuer Blick auf den Kulturkontakt in der Kolonisation – Der Schlangenbaum: Entwicklungshelfer und ethnologische Erfahrung – Kopfjäger: Kapitalismusflüchtling und ethnologische Erfahrung.