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Schillers Begriff des Erhabenen in der Tradition der Stoa und Rhetorik

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Trinidad Pineiro Costas

Die bisherige Auslegung von Schillers Begriff des Erhabenen als ausschließliche Konsequenz seiner Lektüre von Kants «Kritik der Urteilskraft» beruht auf einer verengten Perspektive. Mit diversen Mängeln behaftet zeigt sie sich als unfähig, den Begriff in seinem ganzen Umfang zu erfassen. Nicht zuletzt verkennt sie, dass Schillers Ausbildung an der Militärakademie bis in die Reifezeit nachwirkte. Der Einfluss der empirischen Psychologie von Jacob Friedrich Abel, dem wichtigsten dortigen Lehrer, und die vom frühen Schiller im Rhetorikunterricht erlangte erste Definition des Erhabenen blieben bei der Erläuterung des Konzeptes bislang unberücksichtigt. Die Studie untersucht demgegenüber erstmals die Entwicklung des Begriffs des Erhabenen vom jungen bis zum reifen Schiller; sie bedient sich dabei eines interdisziplinären Ansatzes und einer induktiven Methode.
Aus dem Inhalt: Elemente des Stoischen beim jungen Schiller – Die anthropologische Perspektive: Schillers dritte medizinische Dissertation: «Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen» – Die ethische Perspektive: Die Karlsschulreden – Die Annäherung des jungen Schiller an den Begriff des Erhabenen – Der Wandel vom rhetorischen Dekorum zur ethischen «Gesinnung» als Voraussetzung einer neuen Auffassung des Erhabenen: die Tugend des «Erhabenen» – Vom jungen zum reifen Schiller – Nachwirkungen seiner frühen Schriften aus der Karlsschulzeit in den späteren Abhandlungen – Schillers Begriff des Erhabenen aus der Perspektive seines Menschenbildes.