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Die ärztliche Behandlung Neugeborener – Früheuthanasie

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Michael Benedikt Nagel

Es ist heute zwar anerkannt, dass bei Neugeborenen in bestimmten Fällen auf die Durchführung lebenserhaltender Maßnahmen verzichtet werden darf. In welchen Grenzen die so genannte Früheuthanasie zulässig ist, ist jedoch sehr umstritten. Wenn sich Justiz oder Schrifttum bisher mit Fällen der Früheuthanasie beschäftigt haben, ging es regelmäßig um die Strafbarkeit des Arztes und ist stillschweigend vorausgesetzt worden, dass dieser allein über einen Behandlungsverzicht entscheiden darf. Die Rolle der Eltern des Neugeborenen ist dabei bisher kaum beachtet worden. In der Arbeit wird daher eingehend untersucht, wer berechtigt ist, über die Behandlung eines Neugeborenen zu entscheiden, wann ein Verzicht auf dessen lebenserhaltende Behandlung zulässig ist und ob bzw. inwiefern diese Entscheidungen der gerichtlichen Kontrolle unterliegen.
Aus dem Inhalt: Problemstellung – Bisherige Diskussion – Kompetenzverteilung bei der Entscheidung – Wann dürfen Arzt und/oder Eltern auf die Behandlung verzichten? – Erforderlichkeit einer Genehmigung des VormG/FamG?