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Dankbarkeitsbekundung in Deutschland und Kamerun als kommunikatives und soziokulturelles Phänomen

Unter besonderer Berücksichtigung des Gebietes der Bamiléké

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Baudelaire Didier Dnzoutchep Nguewo

Die Realisierung eines Sprechaktes – in Anlehnung an den Ausdruck der Dankbarkeit – gilt als mehr denn ein bloßes sprachliches Phänomen und erfordert daher linguistische und soziokulturelle Kompetenzen. In dieser Untersuchung wird genau diese kulturelle Prägung von Sprachen beziehungsweise Sprechakten betont. Sie sind eben keineswegs nur Mittel der Informationsvermittlung, sondern Ausdruck kultureller Eigenheiten, Normen und Gebräuche. Sprechakte sind also nicht universaler Natur, wie Searle behauptet, sondern kulturspezifisch. Der kontrastive Teil der Arbeit beschäftigt sich daher keineswegs nur mit der Darstellung von sprachlichen Mitteln zum Ausdruck der Dankbarkeit in Deutschland und West-Kamerun, sondern analysiert die pragmalinguistischen und kulturellen Grundlagen der Dankbarkeitsdiskurse und Gemeinsamkeiten. Dabei werden auch große Unterschiede herausgearbeitet.
Aus dem Inhalt: Überblick über die Sprechakttheorie – Die Ethnographie der Kommunikation (Hymes, Gumperz) – Das Bamiléké-Land mit seiner Vielzahl von Sprachen – Bekundung der Dankbarkeit in den Kulturen (im Vergleich zu dem Funktionieren einer Waage) – Analysen der Dankbarkeitsäußerungen im Lande der Bamiléké sowie in Deutschland – Implikationen für den Deutschunterricht in Kamerun.