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Vergittert, verwurzelt, versteinert: Einsichten durch das «Sprachgitter»

Eine Grundriß-Analyse der Sprachpsychologie Paul Celans anhand entscheidender kognitions- und perzeptionspsychologischer Inhaltselemente seines lyrischen Symbolträgers «Sprachgitter» und der sich mit ihm verbindenden Kristall-, Wurzel- und Stein-Metaphori

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Renate Recke

Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet die sprachpsychologische Frage, wie die sprachliche Äußerung, die perzeptuelle Erfahrung und die kognitiven Prozesse sich zueinander verhalten und in welchen lyrischen Bildern sie bei Paul Celan thematisiert werden. Es ist die These der Arbeit, daß die im Werke Paul Celans impliziten sprachpsychologischen Reflexionen sich um eine immanente Denkfigur, ein «Sprachgitter», kristallisieren. «Sprachgitter» ist ein Titelgedicht, aber systematisch wird gezeigt, wie die «Sprachgitter»-Strukturen nicht nur in der Form kristalliner Formationen in Metall, sondern auch in der Gestalt geologischer und glaziologischer Formationen und organisch-botanischer Formen, wie Pflanzenwurzeln, im Werke Celans vorkommen und so eine Kosmologie und Sprachpsychologie konstituieren.
Aus dem Inhalt: Grundriß-Analyse der Sprachpsychologie Paul Celans anhand entscheidender kognitions- und perzeptionspsychologischer Kernelemente des Werkganzen – Symbolträger «Sprachgitter» und die sich mit ihm verbindende Kristall-, Wurzel- und Steinmetaphorik.