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Zu Dialektik und Geschlecht bei Hegel

Hegels dialektischer Geschlechtsbegriff in der Wissenschaft der Logik und der Naturphilosophie von 1830

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Leo Hemetsberger

Philosophie ist Begriffsbestimmung (Hegel). Das Schlagwort «Dialektik der Geschlechter» fordert systematische Grundlagen ein, wenn man sich in diesem Spannungsfeld ernsthaft mit dem Begriff der Dialektik auseinandersetzt, sonst bleibt es bei endlosen äußeren Reflexionen, die nur Meinungen bilden. In dieser Arbeit werden die Grundzüge der Hegelschen Logik in Hinblick auf den Geschlechtsbegriffs aus der Wissenschaft der Logik zugänglich gemacht und der Begriff des Organismus in der Naturphilosophie entfaltet. Hegel ist mit Platon der «Fels der Tradition im wogenden Meer der unaufgelösten Widersprüche» als die die Dialektik gerne missverstanden wird. Die methodische Voraussetzung der Logik und die geschlechtliche Verwirklichung der Gattung in der Natur sind notwendige Bedingungen, von denen ausgehend auch ein aktuelles dialektisches Verhältnis der Geschlechter im sittlichen Zusammenhang diskutiert werden kann.
Aus dem Inhalt: Wissenschaft der Logik: Die Seinslogik als Ontologie des Geschlechts – Die Wesenslogik als reflektierte Geschlechtlichkeit der begründeten Entgegensetzungen und deren substantielle Wirklichkeit im absoluten Verhältnis – Die Begriffslogik als sich subjektivierender Begriff in der Urteils- und Schlusslehre, und die Objektivität des Geschlechtsprozesses als Idee des Lebens und des Gattungsbegriffs als Entwicklung – Naturphilosophie: Der Begriff der Natur bei Hegel – Der Organismus – Das Geschlecht im animalischen Organismus und seine Momente im Gattungsprozess – Die absolute Negation der Idee der Natur aus sich.