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Demokratisierungsprozesse in der Schweiz im späten 18. und 19. Jahrhundert

Forschungskolloquium im Rahmen des Forschungsprojekts «Die demokratische Bewegung in der Schweiz von 1770 bis 1870. Eine kommentierte Quellenauswahl»- Unterstützt durch den FWF / Austrian Science Fund

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Rolf Graber

Dieser Tagungsband umfasst sechs Referate, die an einem Forschungskolloquium im Oktober 2004 in Zürich gehalten wurden. Sie gehen der Frage nach, weshalb sich in der Schweiz im 19. Jahrhundert zuerst auf Kantons-, dann auf Bundesebene plebiszitäre Formen entwickelt haben, die später mit dem Begriff «direkte Demokratie» gekennzeichnet werden. Die «Volksrechte» sind bis heute ein wichtiges Merkmal des politischen Systems der Schweiz. Ein Schlüssel zum Verständnis dieser Entwicklung liegt in der Herausbildung einer spezifischen politischen Kultur, die sowohl durch vormoderne als auch durch moderne – mit der Aufklärung und der Französischen Revolution einsetzende – Einflüsse geprägt ist.
Aus dem Inhalt: Rolf Graber: «Kämpfe um Anerkennung»: Bemerkungen zur neueren Demokratieforschung in der Schweiz – Fabian Brändle: Der Sutter-Handel in Appenzell Innerrhoden. Kontinuitäten vom Ancien Régime in die 1830er Jahre – Bruno Wickli: Politische Kultur, politische Erfahrungen und der Durchbruch der modernen direkten Demokratie im Kanton St. Gallen (1831) – Marco Arni: Politische Kultur - Schlüsselbegriff oder Blackbox bei der Erforschung der direkten Demokratie? – René Roca: Die Entwicklung direktdemokratischer Strukturen am Beispiel des Kantons Luzern (1830-1848) – Gerhard Kleiber: Die journalistische Tätigkeit F. A. Langes im Kanton Zürich 1866-1870: Voraussetzungen und Konsequenzen.