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Der politisch-kritische Deutschunterricht des «Bremer Kollektivs»

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Bodo Lecke

Im Umfeld der 1968er-Bewegung entstanden z. T. radikale Reformansätze, die in unterschiedlichen, die gesamte Deutschlehrerausbildung betreffenden Bereichen stattfanden: der «curricularen Wende» der (Allgemeinen und Fach-) Didaktik (S. B. Robinsohn), einer neuen, vor allem literatursoziologisch/pragmalinguistisch orientierten «kommunikativen Wende» der Fachgermanistik und schließlich dem «kritischen Deutschunterricht» (H. Ivo). Die besondere Spielart des sogenannten politisch-kritischen Deutschunterrichts wurde maßgeblich von einer Autorengruppe bestimmt, die sich zeitgeistgemäß Bremer Kollektiv nannte und mit Veröffentlichungen wie z.B. dem Grundriss einer Didaktik und Methodik des Deutschunterrichts, der Buchreihe Projekt Deutschunterricht oder der Zeitschrift Diskussion Deutsch am Anfang einer bis heute andauernden Reformdebatte um das «Fach in der Krise» (heutzutage besonders nach PISA!) stand.
Aus dem Inhalt: Bodo Lecke: Einführung: Die «curriculare Wende» der Didaktik und der politisch-kritische Deutschunterricht des «Bremer Kollektivs» – Hans Joachim Grünwaldt: Das «Bremer Kollektiv» - ein Steckbrief – Heinz Ide: Vorwort zu: Bestandsaufnahme Deutschunterricht - Ein Fach in der Krise (1970) – Heinz Ide: Die Schullektüre und die Herrschenden (1970) – Hans Joachim Grünwaldt: Didaktik des Deutschunterrichts in der Wandlung (1970) – Klaus Ehlert/Helmut Hoffacker/Heinz Ide: Thesen über Erziehung zu kritischem Lesen (1971) – Hans Joachim Grünwaldt/Rolf Gutte/Bodo Lecke/Romina Schmitter/Rudolf Wenzel: Erziehung zur Sprachsensibilität durch Sprachunterricht (1971) – Rudolf Wenzel: Vom «Gegen-den-Strich-Lesen» (1972) – Helmut Hoffacker: Vorbemerkung: Zur Konzeption des vorliegenden Bandes (1974) – Helmut Hoffacker: Grundlegung zu: Bremer Kollektiv: Grundriß einer Didaktik und Methodik des Deutschunterrichts in der Sekundarstufe I und II (1974) – Klaus Hildebrandt: Literaturunterricht (Dichtung) (1974) – Heinz Ide: Massenmedien und Trivialliteratur (1973) – Heinz Ide: Über die Unzulänglichkeit eines Begriffs von Ästhetik und die Fragwürdigkeit der literaturpädagogischen Theorie (1970) – Rudolf Wenzel: Kinderbuch (1974) – Hans Joachim Grünwaldt: Das Lesebuch muß heute eine Leselehre für kritisches Lesen sein (1974) – Klaus Ehlert: Gebrauchstexte (1974) – Rudolf Wenzel: Massenliteratur (1974) – Bodo Lecke: Massenmedien - Massenkommunikation (1974) – Hans Joachim Grünwaldt: Analyse von Fernsehserien im Deutschunterricht (1973) – Bodo Lecke: Sprache der Polemik - Zur Analyse rhetorischer Stilmittel in einem Oberstufenkurs (1972) – Hermann Cordes: Kommunikationsanalyse (1974) – Hans Joachim Gründwaldt: Kommunikationsübungen (1975) – Romina Schmitter: Reflexion sprachlicher Steuerungen - Unterrichtsversuch in einer 7. Klasse (1971) – Rolf Gutte: Mannomann - ist das Deutsche eine Männersprache? (1985) – Romina Schmitter: Kommentar zu Rolf Gutte: «Mannomann - Ist das Deutsche eine Männersprache?» (1986) – Hans Joachim Grünwaldt: Sind Klassiker etwa nicht antiquiert? (1970) – Das Echo auf H.J. Grünwaldts literaturdidaktische Konzeption – Helmut Hoffacker: Zur Situation linker Deutschdidaktik heute (1981) – Bodo Lecke: Subjekterweiterung und Erkenntnisgewinn durch Literatur oder: «Neuer Subjektivismus» versus «Kritisches Lesen»? Anmerkungen zur jüngsten «Tendenzwende» der Literaturdidaktik (1982).