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Literarische Strategien narrativer Identitätsbildung

Eine Untersuchung der frühen Chroniken des Deutschen Ordens

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Michael Neecke

Die Untersuchung beschäftigt sich mit den frühen Chroniken des Deutschen Ordens. Es wird danach gefragt, welche Rolle literarische Erzählbausteine, Verweisungen und Zitate bei der chronikalischen Selbstdarstellung der Korporation spielen. Die Bedeutung des literarischen Erzählens für die Konstruktion von ‘Identität’, so die zu überprüfende Hypothese, erschöpft sich nicht in der passiv-medialen Rolle des bloßen Trägerstoffes für ideologische Konzepte, die bereits vor dem Ereignis des literarischen Erzählens und jenseits davon in ihrer Struktur voll entfaltet sind, vielmehr entwickelt der literarische Text eine beträchtliche Eigendynamik, die nicht durch außerliterarische Entitäten substituiert werden kann.
Aus dem Inhalt: Narrative Identität – Organization studies als Leitlinie – ‘Typen’ von Literatur und ihre Bedeutung für die Selbstdarstellung – Konkretisierung der sacra scriptura – «Zitathaftes Leben» – Regionale Kontinuität des Konflikts statt Schriftbezug – «Deutschordenshagiographie» – Überschuss an Erzählung.