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Das Verbot der Altersdiskriminierung im Arbeitsrecht nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz

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Henrik Over

Die Arbeit setzt sich mit der für das Arbeitsrecht neuen Materie des Verbots der Altersdiskriminierung auseinander. Sie beleuchtet die Situation der älteren Menschen auf dem Arbeitsmarkt, die von einer generellen Ausgliederung geprägt ist sowie deren wachsende Bedeutung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Die wesentlichen Regelungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes werden unter dem Aspekt des Verbots der Altersdiskriminierung vorgestellt. Im Mittelpunkt steht hierbei die Frage, wann und unter welchen Voraussetzungen eine Benachteiligung wegen des Alters gerechtfertigt ist. Die im deutschen Arbeitsrecht in allen Bereichen vorherrschenden Altersgrenzen für Entlohnung, Gewährung von Urlaub sowie Mindest- und Höchstaltersgrenzen für die Einstellung etc. werden auf ihre Zulässigkeit geprüft. Einen Schwerpunkt der Arbeit bilden die Pensionsaltersgrenzen. Schließlich werden altersabhängige gesetzliche Regelungen wie § 1 Abs. 3 KSchG sowie § 14 Abs. 3 TzBfG auf ihre europarechtliche Zulässigkeit anhand der Richtlinie 2000/78/EG untersucht. Hierbei zeigt sich, dass viele Bestimmungen und gesetzliche Regelungen gegen das Verbot der Altersdiskriminierung verstoßen.
Aus dem Inhalt: Erklärungsansätze für die bestehende Altersdiskriminierung – Die Entscheidung «Mangold» und ihre Konsequenzen für das AGG – Das Verbot der Altersdiskriminierung als allgemeiner Grundsatz des Gemeinschaftsrechts – Die unterschiedlichen Formen der Benachteiligungen – Gründe der Authentizität und der Kundenerwartung als Rechtfertigung einer Altersdiskriminierung – Zulässigkeit von Altersgrenzen nach dem AGG.