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Schule, Bildung und Pluralität

Sechs Fallstudien im europäischen Vergleich

Series:

Cristina Allemann-Ghionda and Cristina Allemann-Ghionda

Die sprachliche und soziokulturelle Vielfalt wurde zunächst als Folge von Migration sichtbar und thematisiert, danach aber auch mit der europäischen Integration, mit der historischen Multikulturalität sowie mit den Auswirkungen der Globalisierung in Verbindung gebracht. Diese Pluralität gilt seit Mitte der siebziger Jahre für viele als Herausforderung für Schulpraxis, Bildungspolitik, Pädagogik. Welche Strategien entwickeln nationale und regionale Bildungssysteme sowie Einzelschulen, um sich auf die verschiedenen Formen der Mehrsprachigkeit und der Heterogenität der Schulklassen einzustellen? Wie verhält sich die Praxis zu den rhetorischen Diskursen? Den Kern dieser empirischen Untersuchung bilden sechs Fallstudien in Deutschland, Frankreich, Italien sowie drei Schweizer Kantonen. Die Grundausrichtung eines Schulsystems (integrativ oder trennend und selektiv) ist dafür entscheidend, wie die sprachliche und soziokulturelle Vielfalt wahrgenommen wird: als Teil einer heute «normalen» Heterogenität oder aber als «Störung», die getrennter Unterrichtsangebote bedarf. Die Pluralität ist nicht das Spezialgebiet einer «interkulturellen Erziehung», sondern eine unverzichtbare Aufgabe der Schule, Bildung und Pädagogik.

«Das Buch hat einen klaren und gut nachvollziehbaren Aufbau, bei dem die Verschränkung der empirisch gewonnenen Daten mit theoretischen Ansätzen gut gelingt. [...] Die präsentierten sechs Fallstudien bestechen durch die Darstellung der in diesen Bildungssystemen relevanten rechtlichen und schulstrukturellen Rahmenbedingungen und komplementär dazu in Interviews gewonnenen Informationen, die jeweils im Kontext eines Projektes oder Schulversuchs erhoben wurden.» (Sabine Hornberg und Peter Weber, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft)
«Die Untersuchung verdient...nicht nur innerhalb der interkulturellen Pädagogik Beachtung... [Die] vergleichende Studie beleuchtet das komplexe Ineinander von kulturellen Traditionen, wirtschaftlichen Interessen und ideologischen Voreingenommenheiten, aber sie zeigt auch Wege zur Reform.» (Georg Auernheimer, Basler Magazin)