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Der Neid der Mutter auf die Tochter

Ein weibliches Konfliktfeld bei Fontane, Schnitzler, Keyserling und Thomas Mann

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Gabrielle Gross

Mütter lieben ihre Töchter – und zwar uneingeschränkt. Diese Vorstellung hält sich hartnäckig, obwohl bekannt ist, dass Mütter ihren Töchtern gegenüber auch Neidgefühle hegen.
Worum beneidet eine Mutter ihre Tochter? Wie manifestieren sich diese Neidgefühle verbal und nonverbal? Welche Problemlösungsstrategien entwickelt die neidische Mutter? Die vorliegende Studie trägt zur Aufschlüsselung dieser Fragen bei und bietet einen differenzierten Einblick in das Tabuthema. Ausgewählte Texte von Fontane, Schnitzler, Keyserling und Thomas Mann werden in psychoanalytischer Optik untersucht und gedeutet. Allerdings kann es bei der Erforschung dieses Konfliktfeldes nicht nur um die Mutter gehen; die Haltung der Tochter ihrer neidischen Mutter gegenüber muss ebenfalls hinterfragt werden. Deshalb werden auch die Strategien der Tochter analysiert. Gelingt es ihr, sich gegen ihre Mutter abzugrenzen und mit welchen Mitteln? Oder wird sie zur Mitspielerin der eigenen Mutter und schürt deren Neid genau dadurch?
Aus dem Inhalt: Psychoanalytische Grundlagen – Der mütterliche Neid auf die Tochter in der Optik Freuds – Konflikte zwischen Müttern und Töchtern – Über Neurosen – Neidverhalten exemplarisch: Arthur Schnitzlers Therese – Von der Mutter, die eine Vater-Tochter ist: Buddenbrooks – «Anstatt»: Effi Briest – Die depressive Mutter: Mathilde Möhring – Rollentausch: Schach von Wuthenow – Der eingestandene Neid: Die Betrogene – Die sich verstrickende Mutter: Die dritte Stiege – Ausdrucksformen des mütterlichen Neides – Reaktionen der Töchter – Die Rolle der Väter.