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denken, schreiben, tun

Politische Handlungsfähigkeit in Theorie, Literatur und Medien

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Edited By Amália Kerekes, Marion Löffler, Georg Spitaler and Sabine Zelger

Die Leitfrage des Bandes bezieht sich auf das interpretatorische Potenzial des Begriffs agency, verstanden als individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit, wie sie in der politischen Theorie zentral ist. Möglichkeit und Effektivität demokratischer Praxis wurde im Zuge politischer Krisendiagnosen westlicher Gesellschaften infrage gestellt, so zum Beispiel in der Debatte um »Postdemokratie«. Vor dem Hintergrund dieser gegenwärtigen Problematik, nehmen die Beiträge des Bandes auch historische Tiefenbohrungen vor und erkunden, wie im Lauf des 20. Jahrhunderts und aktuell politische Denk- und Handlungsräume an den Schnittstellen von Theorie, Literatur und Medien bearbeitet und erschlossen wurden und werden.

Marion Löffler: Intellektuelle Interventionen – Anna Zsellér: Wendungen der literaturkritischen Theorie bei Benjamin – Drehli Robnik: Vom Paradox zur Politik in Kracauers Geschichts-Denken – Gabriella Rácz: Politik, Ideologie und Psychoanalyse in Arnold Zweigs Essays »Caliban« und »Dialektik der Alpen« – Sabine Zelger: Vom Vertrag erzählen – Charlotte Coch: Luhmanns Verständnis von Handlungsfähigkeit am Beispiel seiner Auseinandersetzung mit der ›Frauenforschung‹ – Amália Kerekes: Die Paradoxie des Beobachtens in Sabine Grubers »Daldossi oder Das Leben des Augenblicks« – Bálint Kovács, Judit Szabó: Entscheidungssimulationen. Handlungsfähigkeit am Beispiel des Computerspiels »Papers, please« – Christoph Leitgeb: Zur Agency des Unheimlichen in der Erinnerung an Geschichte – Katalin Teller: Anleitungen zur (Un-)Tätigkeit im Zirkus der Zwischenkriegszeit – An den Grenzen literarischer Handlungsfähigkeit. Gespräch zwischen Elena Messner und Eva Schörkhuber – Georg Spitaler: Zur Theoretisierung von Hauntology, politischer Handlungsfähigkeit und (post-)demokratischen Gefühlen in den Romanen »Das lange Echo« und »Quecksilbertage« – Peter Plener: Aktenzeichen MoE. Bürokratie und Krieg 1914–1918 – Martin Reiterer: Eine verkürzte Parallelaktion. Nicolas Mahlers »Mann ohne Eigenschaften« – Dorottya Csécsei: Anmerkungen zum Engagement experimenteller Autoren in der Nachkriegsavantgarde – Kende Varga: Praktiken des Schreibens und des Beschränkens im Spiegel der Handlungsfähigkeit rumäniendeutscher Lyriker