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Bilinguale Lexik

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Katrin Bente Karl

Was ist das Besondere an bilingualer Lexik? Während Entlehnungen und Code-Switching in der bisherigen Forschung breit untersucht wurden, widmet sich die vorliegende Arbeit einem Desiderat und untersucht ausführlich die theoretische und empirische Natur nicht materieller lexikalischer Transfers (u.a. auch bekannt als Calques) bezogen auf die aktuelle Kontaktsituation des Russischen mit dem Deutschen. Im Theorieteil der Arbeit erfolgt eine Abgrenzung möglicher Kontaktphänomene und eine Subklassifizierung der nicht materiellen lexikalischen Transfers in insgesamt fünf Kategorien. Im empirischen Teil werden ein umfangreiches bilinguales Korpus, bestehend aus spontaner mündlicher Kommunikation sowie schriftlicher Sprachproduktion, ausgewertet und Ergebnisse einer computerunterstützt durchgeführten Bewertungsaufgabe präsentiert. Wo in dem einen Teil die realen Vorkommen im Vordergrund stehen, ist es in dem anderen Teil die Bewertung von nicht materiellen lexikalischen Transfers wie otkladyvat' na dlinnuju skamejku 'auf die lange Bank schieben`, wobei die Urteile Bilingualer mit denjenigen einer monolingualen Kontrollgruppe verglichen werden.
1. Teil: Einleitung  -  Aufbau und Fragestellung der Arbeit  -  Grundlegende Charakteristika von Sprache und ihre Implikationen für dieSprachbetrachtung -  Lexik (-ologie), lexikalisch und lexikalischer Transfer  - 2. Teil: Theorie -  Allgemeiner Forschungsüberblick -  Die Sprachkontaktforschung  -  Die Entstehung der Sprachkontaktforschung  -  Begriffsbestimmungen: Zweisprachigkeit und Sprachkontakt -  Folgen des Sprachkontakts -  Einige Framework-Modelle in der Sprachkontaktforschung  - Das Matrix Language Frame Model (Myers-Scotton)  - Die borrowing scale (Thomason/Kaufman)  - Das language production model (Levelt)  - Grammatical replication (Heine/Kuteva)  - Das Code-Copying model (Johanson) -  Welche Sprache beeinflusst welche im Sprachkontakt?  -  Attrition vs. incomplete learners und heritage speakers: Definitorische Kriterien -  Die Forschung zum russisch-deutschen Sprachkontakt  -  Die Entstehung der russisch-deutschen Sprachkontaktsituation  -  Grundlegende Arbeiten zur russisch-deutschen Sprachkontaktforschung  - Übersichtswerke  - Untersuchungen zu erwachsenen Bilingualen -  Ausgewählte andere Arbeiten im Sprachkontaktbereich -  Grundlegende Werke aus dem Bereich der Kontrastiven Linguistik, speziellder kontrastiven Phraseologie  -  Spezieller Forschungsüberblick zu nicht materiellen lexikalischen Transfers -  Einleitung  -  Geschichtlicher Abriss über Ansätze zu nicht materiellen lexikalischen Transfersin der Forschung -  Die russisch-deutsche Sprachkontaktforschung zu nicht materiellen lexikalischenTransfers -  Andere Arbeiten aus der Sprachkontaktforschung zu nicht materiellenlexikalischen Transfers -  Eigene Klassifikation -  Einleitung  -  Transfertypen -  Nicht materieller lexikalischer Transfer -  Kriterien - Lexikologisches Kriterium  - Kriterium der Größe der sprachlichen Einheit - Kriterium der Idiomatizität  - Kriterium der Übertragung der Struktur vs. der Semantik -  Subkategorien - Bedeutungstransfer  - Semantischer Phraseologismentransfer  - Struktureller Phraseologismentransfer - Wortbildungstransfer  - Kollokationstransfer -  Überschneidungen zwischen den Kategorien  - 3. Teil: Die Ebene der Sprachproduktion  -  Beschreibung des Korpus  -  Einteilung der Probanden in Probandengruppen  -  Die Korpora  -  Das mündliche Korpus  -  Das schriftliche Korpus  - Internetfragebogen  - Fragebogen Phraseologismen - Sonstige schriftliche Daten  -  Analyse  -  Analyse mündliches Korpus -  Bedeutungstransfer -  Kollokationstransfer  -  Übergeneralisierung  -  Wortbildungstransfer -  Phraseologismentransfer  -  Sonstige Auffälligkeiten -  Verteilung der klassifizierten Vorkommen auf die unterschiedlichen Subkorporaund Bezug zu den Probandengruppen -  Zusammenfassung -  Analyse schriftliches Korpus -  Strukturelle Ebene -  Kollokationen und Kollokationstransfer - Funktionsverbgefüge  - Periphere Kollokationen  -  Struktureller Phraseologismentransfer -  Wortbildungstransfers  -  Exkurs: nicht lexikalische strukturelle Modifikationen -  Zusammenfassung strukturelle Modifikationen und Bezug zu Probandengruppen  -  Semantische Ebene -  Semantischer Phraseologismentransfer  - Internetfragebogen - Fragebogen Phraseologismen  -  Bedeutungstransfer  -  Zusammenfassung zu den Transfers der semantischen Ebene  -  Zusammenfassung: Ebene der Sprachproduktion  - 4. Teil: Die Ebene der Sprachbewertung  -  Zur Methode  -  Die Probanden  -  Die Kontrollgruppe -  Die Experimentalgruppe -  Zum linguistischen Material -  Satztyp 1: Die korrekten Sätze  -  Satztyp 2: Die falschen Sätze  -  Satztyp 3: Die modifizierten Sätze  -  Der Experimentablauf -  Implikationen für die Auswertung aus dem Experimentablauf und Art dergewonnenen Daten -  Auswertung -  Überblick über alle Sätze: Kontrollgruppe vs. Experimentalgruppe -  Satzperspektive  -  Probandenperspektive  -  Die korrekten Sätze  -  Satzperspektive  -  Probandenperspektive  -  Zusammenfassung -  Die falschen Sätze  -  Satzperspektive  -  Probandenperspektive  -  Zusammenfassung -  Die modifizierten Sätze  -  Überblick: Alle modifizierten Sätze - Satzperspektive - Probandenperspektive  -  Bedeutungstransfer - Satzperspektive - Probandenperspektive  -  Kollokationstransfer  - Satzperspektive - Probandenperspektive  -  Wortbildungstransfer - Satzperspektive - Probandenperspektive  -  Struktureller Phraseologismentransfer  - Satzperspektive - Probandenperspektive  -  Zusammenfassung der Ergebnisse  -  Satzperspektive – Zusammenfassung und Anwendung des Vierfelder >2-Tests  -  Probandenperspektive – Zusammenfassung und Anwendung des t-Tests -  Die Subgruppen der Experimentalgruppe und Bezug zu soziolinguistischenVariablen  - 5. Teil: Zusammenfassung und Diskussion  -  Zusammenfassung der Ergebnisse -  Methodische Probleme und Ausblick -  CD-ROM, mit den Teilen:- Dokumente zur Sprachproduktion- Mündlicher Teil: Transkriptionszeichen, Tabellen und Diagramme zu denVorkommen nicht materieller lexikalischer Transfers- Schriftlicher Teil: Muster diverser Fragebögen- Dokumente zur Sprachbewertung- Muster, Überblickstabellen und Instruktion- Histogramme und Abbildungen- Soziolinguistische Variablen zu den Probandengruppen- Berechnungen Vierfelder 2-Test und t-Test