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Subjektivität der Sprache und sprachliche Subjektivität. Dargestellt am Beispiel des Makedonischen, Bulgarischen und Russischen

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Barbara Sonnenhauser

In der Regel wird "Subjektivität" als der im Sprachgebrauch hervortretende Bezug sprachlicher Einheiten auf ein Subjekt verstanden, das mit dem Sprecher bzw. einem Stellvertreter und seinen Erscheinungsformen gleichgesetzt wird. Daraus ergeben sich jedoch eine Reihe von Schwierigkeiten, die auf die dyadische Konzeption des sprachlichen Zeichens und die auch linguistischen Analysen zugrunde gelegte dualistische Aristotelische Logik zurückgeführt, und in der Frage nach der Objektivierung des reflexiven Selbstbezugs zusammengefasst werden können. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Untersuchung eine Neukonzeption von Subjektivität im Rahmen einer triadischen Semiotik und nicht-aristotelischen Logik vorgeschlagen, die eine Anwendung auf Sprache und sprachliche Phänomene erlaubt, ohne mit den angedeuteten Problemen konfrontiert zu sein. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem abduktiven Schließen sowie der indexikalischen Zeichendimension zu. Illustriert wird das Erklärungspotential dieser philosophisch, semiotisch und linguistisch fundierten Konzeption von Subjektivität anhand des definiten Artikels im Makedonischen.
I. Zum Begriff der ‘Subjektivität’ - 1. Subjektivität und Selbstbewusstsein - II. Die Objektivierung des reflexiven Selbstbezugs  - 3. Subjektivität: Dyadische Ansätze - 4. Subjektivität: Triadische Ansätze - III. Die indexikalische Sprache der Subjektivität  -  5. ‘Subjektivität’ von Sprache und in Sprache – was bleibt - 6. Subjektivität als indexikalischer Prozess - IV. Zusammenfassung und Ausblick - 7. Subjektivitätsindikatoren - 8. Dialogizität und Polyphonie