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Ludwig Tieck (1773-1853)

«lasst uns, da es uns vergönnt ist, vernünftig seyn! –»

Series:

Humboldt-Universität zu Berlin

Dieser Tagungsband geht auf ein Symposium anläßlich des 150. Todestages des Dichters zurück. Dieses hatte zum Ziel, Ludwig Tiecks (1773-1853) Werke für die Gegenwart kritisch zu erschließen und für neuere wissenschaftliche Diskurse anschlußfähig zu machen. Das Buch versammelt Beiträge renommierter Tieck-Forscher(innen) sowie älterer und jüngerer Literaturwissenschaftler(innen) und ist als Bestandsaufnahme gedacht, die den Blick auf eine neue Sicht auf Autor und Werk freigeben soll. Dabei legt der Band, dem als Motto die Aufforderung Tiecks «lasst uns, da es uns vergönnt ist, vernünftig seyn! –» vorangestellt ist, ein ausdrückliches Gewicht auf das Erbe der Aufklärung, dem Tieck sich bis in die «realistische» Prosa seines Spätwerks verpflichtet fühlte.
Aus dem Inhalt: Inge Stephan: Vorwort – Roger Paulin: Ludwig Tieck: Leben und Werk – Wolf Gerhard Schmidt: «... manche Stellen daraus werd’ ich nie, nie vergessen». James Macphersons «Ossian» und die frühromantische Poetik Ludwig Tiecks – Alexander Košenina: «Denkwürdige Geschichtschronik der Schildbürger» oder Tiecks Abrechnung mit der Berliner Aufklärung – Bettina Gruber: Schicksal versus Kontingenz. Subjektpositionen im frühen Werk Ludwig Tiecks – Ralf Klausnitzer: Unsichtbare Kirche, unsichtbare Hand. Zur Imaginationsgeschichte geheimer Gesellschaften in der Vorromantik und bei Ludwig Tieck – Achim Hölter: Das produktive Manifest zur Jahrhundertwende? Ludwig Tiecks «Romantische Dichtungen» (1799/1800) – Stefan Scherer: Nach 1800. Von der Literaturkomödie zum frührealistischen Universalschauspiel – Wolfgang Rath: «Träume sind vielleicht unsre höchste Philosophie». Zur Entwicklung der Moderne vor dem Hintergrund Kants – Konrad Feilchenfeldt: «Franz Sternbalds Wanderungen» als Roman der Jahrhundertwende 1800 – Sabina Becker: Urbanität als romantische Kategorie. Stadt-Bilder Ludwig Tiecks – Steffen Martus: Romantische Aufmerksamkeit. Sinn und Unsinn der Philologie bei Ludwig Tieck – Niels Werber: Vom «grauenden Wohlbehagen». Selbstbeobachtungen der Literatur bei Ludwig Tieck. Eine systemtheoretische Relektüre – York-Gothart Mix: Kunstreligion und Geld. Ludwig Tieck, die Brüder Schlegel und die Konkurrenz auf dem literarischen Markt um 1800 – Doris Reimer: «der ich nie mich im Handel und dergleichen zu benehmen wußte». Ludwig Tiecks Beziehung zu seinem Berliner Verleger Georg Andreas Reimer. Eine Analyse anhand der Reimerschen Hauptbücher – Christine Roger: Von «bequemen und wohlfeilen Nebenbuhlern»: die ‘Schlegel-Tiecksche’ Shakespeare-Übersetzung und die Konkurrenz – Walter Salmen: Tieck und die Familie Reichardt. Zur Wirkung «romantischer Dichtung» auf deren Musik und Musizieren – Jochen Strobel: Aufschub und Gedächtnis in Ludwig Tiecks Briefen – Heidrun Markert: «Schakspear, W[ackenroder] u[nd] die Natur umher machen mich sehr glücklich». Zwei ungedruckte Briefe Ludwig Tiecks aus der Entstehungszeit der Romantik – Jutta Hoffmann: «Tieck empfing uns mit großer Freundlichkeit». Die Beziehungen Ludwig Tiecks zu dänischen Dichtern – Günter de Bruyn: Worte an Tiecks Grab – Wolfgang Rath: Die Poesie: nur auf Augenblicke ein Labsal. Heinrich von Kleist im Gespräch mit Ludwig Tieck. Eine Textcollage.